Full text: Lübeckische Anzeigen 1805 (1805)

  
euübedifhe Anzeigen. 
  
Nr. 4 Sonnabends den zı2,. Yaynuar 1805. 
Heber unfre Bürgerfchule und unfer Cymnafium, 
vom Prorector Federan, 
S, eben fällt mir ein Blatt die’er Lübeck fchen Anzels 
gen vom 7reu Aprif vorigen Kahıes m Die Jande. Um 
einsgermaßen dem darın Verfprockenem gunüge zu Teils 
fen, cıle ıch einem Berehriuchen Darbiikum Kechenrchatt 
von den Zufßande unfıer Bürgerichufe und unfers Doms 
naftı nach der vermehrten Kunde zu geben, die Id mır 
in der Zeir der Srelvertrerung des mobhlyeel. Herrun 
Nekrors BehHn zu verfhaten SGelegenheie und Yufros 
derung gehabt hube, Diefe nahm ıbren Yafang eintge 
Tage vor Michaelis des verflofjenen Zoht2g, und dauert 
alfo eımwas über ein B.erselahr. Sie hob fd) aerade 
mit einem SZeirpunkte an, worin alle @ejdäfse, die dem 
Rektor ausfchli.fiıch zukommen, zu Leit u waren, Und 
zu deren Leitung much Shro Veagufkecnzen, unire preiss 
würdigen Herren Scholarchen, verpflichteten: ıd bın 
alfo durch diefen Umfiand fahıg von Yllem Rede und 
Yurmorı felbft noch unmfändlıcher zu geben, als es der 
Maum diefer Blärster zuläßt. Emer unferer Schüler 
des Gymnafıi, der nad) der Ykadeınie gieng, ward gleich 
Anfangs von mir enrlajen, Dierauf waren Züngs 
linge, die rheils ın unfre Bürgerfchule, theils in unfer 
Somnafum aufgenoumen zu werden wünfchıen, zu pıdr 
fen und ihnen Plage nach ıhren Fähigkeisen anzumweir 
fen. Allein au eine Prirung der Züngi'nge aller 
Klaffen war ist ndrh'g ; und ich erbirrte mir die Srlaubds 
Niß In der Nachricht von dıefer, deren Verlauf ih mır 
bei ieder Klagte fchriftlich antzeichuere, eiwas umfandt 
Tıcher zu fepus; Ne burriffe gerade das, was zur Kunde 
Eünftig zu bringen in diesen Blättern verjprochen war. 
Dieß Eramen wurde nach allen Gegentänden des 
MWiflens jeder Klaffe gehalten; der Anfang Ddamir wurde 
am 15, Dfrober gemacht, nd es ununterbiochen bıs zum 
J1oten, alfo fünf ganzer Tage von mir fortgejekt. 30) 
hob e* mir der unteren Kinffe an, und folgende Liegen 
fände der Prhkung Eamen zur Sprache, InGSeptima 
wurde von mir uurerfucht: 1) Are weit find die Kuas 
ben ım Yefen aetommen: Iefen fie obne Yıflof; Lelen 
Re mr wußcfh un deffen, was He dejen; more ficht c8 
mit der MWodularıon der Sinme beim Lijen? 2) Was 
wiffen fie aus der daucfhen Grammatik: unterfdheiden 
Ye die Zieverhenlc; muften ne eiwas LON der Noanderung 
der Hayplmpbrier; von der Steigerung D,1 Zigenjchattes 
wWbrier; von der Biegung der Heuwerter; mas es 
fehlechtswörger und mie viel Ihrer Aud? 3) Aas has 
ven fıe vom Yateiufchen gelernte * Da mußicn he denn 
wieder, jeder einzeln, erwas in diefer Sprache Lefen ; 
mußten dcliren, Die nızmeras, casıs, Die zahl der genc- 
ram, diel$ni (ga ygradım comparat/onis qngebe; 
etwas in den Coajugatidnen Leiten. 4, Was wigen fie 
aus der Crdbejchreibung? Die Oedenfiände daraus 
waren: die (nt Srdtheile; non Europa sbejondere : 
die Kaiferthlmer, Konigreiche, die großen Republfen, 
die fechs in Teutfehland, die Nefldenzen der Kayfer und 
Sdnige, 5) Was willen fie aug der Naturgefchichte 2 
      
  
   
  
  
  
    
  
  
  
Eie mußten die drei Maturreiche nennen; murden auf 
ie Derrchwdenheit derftoen geiübtr; aus Lem Yıflan 
If die Yaume, und ihre verfch: r 
ı Nuken und Benugung. Kunde 
ieren im @creiben und Rechnen, 1 
ur anzchichen verjchajite ıch mir durd rmalıge 
ZLejuchun Ciunden, In deren fie Darin Unterricht 
erhielten, 
   
   
   
  
   
  
  
       
     
  
\ Die Forrjegung folgt. ) 
  
Vo 
Muf Implos ven 1 
für das biefige Handlunc 
Sohn befinder fıch hiefelogt, 
ein opentlicyes Proclama augeichiagen ;, wodurch alle 
und jede, meiche aus einen an anplorantijche Hands 
funasbaus eingefchietten, von Ferdinand Yangerhamm 
3u Galmar unterm 30, Yuguf dD 3, an die Drdre von 
Daniel Suthoff & Yindmard geftellten, von felbigen au 
uftav Wefierberg und von diefer. wiederum an Yulg 
& Zencauel in Hamburg indofirten, auf das hHiefige 
‚Handlungshaus Wilhelm Ganslandr & GokKe über 
809 Hd, banco cum termino 65 Tage nad) dato gejos 
acnen, von demfelben acceprirten und ben Zhoruson & 
Domer in Hamburg zur Zahlung addrefjirten und vers 
lobren gegangenen Solamwechjei Aufprüche zu mıchen 
gemeint jenn jollreu, fchuldig erfannr werden, uch das 
mit fpärftens den ıfton Waärz des Flnfeigen Zahres 1805 
im brefigen Niedergericht anzugeben, unter der Ders 
mwarnung, daß nach Ablauf diefer Frufk niemayd weiter 
gehört nnd der gedachte Wechfel als null und nıchtig 
Mmortificivr werden folle Actum YXübeck den 1. Dec, 1803. 
2 Wann bey biefigem Hochwiärd, Confiftoric, Anna 
Efifabeah Berg, geb. Specht, cum Curatore um eine 
Edieral: Sirazıcn wider Ihrcu cutwichenen, als Marıafe 
nach Sr, Perersburg zur See gegangenen Ehemann, 30 
cum Berg, gesiemend angehalten, und (olche erfaung 
worden; {0 muLd befüger ochim Berg, hlemit vors 
Berl gedoppelren fächfifchen Frift, 
3 „die Klage der Zmploraucın 
ameider shır, wegen böslicher Vayla anzuboren, dars 
Auf 3 animeraeh und vichrerliches Sriänurmi$ zu gcı 
wärtigen, mir Dir Berwarmung, daß ben feinem Aırde 
b in Cor un werde gefprochen, und die 
Ehe quoad Vinculyum gerrennet werden, Yilbed dem 
2. Moy. 1803. 
Wann ben hiefigem Hochm. Tonfiftorio, Marıa 
Yaneta Kübete, geb. Wiggere, wider ihren vor ı2 Zgbe 
ren von bier gegangenen Ehemann, Wilbelm Shriffos 
pber Yüocke, um eine Sdickal-Cirarıon geziemend gebes 
teil, und folche erkannt worken; jo wird der befagter 
Wilhelm Chrifkopher Lübke hiermit vorgelas 
den, nach Verlauf einer gedoppelten ächüfchen Frig 
im Conffigrip zu erfheinen, die Klage der Zmploransin 
  
    
iadung. 
N Aph Heinrich Vorg 
Gobanı Michel Croll & 
Aanaburg und Wismar 
   
  
  
  
    
  
  
   
  
    
  
   
  
     
  
  
TEEN
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.