Full text: Lübeckische Anzeigen 1805 (1805)

  
eübekifhe M 
  
Ne. 5. 
Mittwochs den 
A A Pt SE 
n3zETGEN. 
16, Januar 
1305, 
  
Yufforderung zur Theilnahme an einer zweifen 
AKusitellung von Kunfhwerken und gefchiett 
rtigfen Arbeiten, 
Die hiefigeGefellichaft zur Beförderung 
gemeinndsiger Tharigkeit ander In oem erfien 
nicht mislungenen Berfuch einer Ausstellung, der um 
Februar d, N. veraußalter wurde, und in Den daben ge: 
machren angenehmen € yungen, Die quisigrten De: 
weagrände, au hieflge Stituftlor, Nungarbeiter uud Hand 
werter ,_ die Augorderung zur Zbheilnahme an einer 
weiten Ausgkeclunug zu erlaffen, (Tan 
Sie hat dazır den 27,01 May des Fünftigen Kahres 
a805/, als den Montag vor Pfugllcn, und einige fol; 
gende Tage, beftimmt, Im der Ueberzeugung, daß die 
vorhergehende Zeir, befonders den Nunflarbeirern und 
Profefioniften, gewöhnlich die mehrfie Muße übrig Iuayje, 
yemlt we einige Befreyung von überhäuften und 
beftellten Arbeiten gewähre, 
Die Stücke, welche geliefert werden, find vor dem 
zoften May 1805 bey dem Herrn Winzmeifter FL Le 
rich fen durch ÄAnmeldungszertel zu bezeichnen, und 
Eönnen den der Ausfiecllung mir Preisen han werden. 
Denjenigeu , welche gefchnrackvolle Zeichnungen 110 
Angaben wünfchen, wird die befiehende Direktion der 
ganzen Beranftaltung gern dazır behülflich feyi, 
n A geräummwer ER auserjehn, und zur gebör 
rigen Zeit angezeigt werden, . 
Dir Gefellichatt glaubt einer recht lebhaften Theil: 
nahme fehon im Boraus fıch erfreuen zu dürfen, da die 
ewählte Zeit bequem if, und weil der dem erfien Ber 
Tuche gefchenEte Beifall des Publikums fo ermunternd 
war. Sie erfucht daher mir Zuverficht nicht nur die 
efchickten Männer, welche damals Arbeisen Keferten, 
fordern Auch dieyenigen, welche cin Gleiches für den 
nächfien VBerfuch verfprachen, oder denen Kürze der Zeit 
die Theilnahme vorhin nicht erlaubte, fo wie jeden pas 
triofifchen Beforderer des Outen, den bezielren heulfas 
men Zweck zu unterfihgen, Sie wirde bey Ihrem Uns 
ternehmen überdies ich fehr gefchmeichelr Auden, wenn 
aud) Beiträge der Kunlichhaberen und enzeiue ange: 
mejjene Saicfe aus Sammlungen, woruncer frühere 
Proben heekigen Kunft ; und Ciewerbfleitjes befonders 
aunehmlich wären, das Gauze fchmücken würden, 
Yübef, am ı8reH December 1804, 
  
  
        
  
  
  
Kartoffeln während des ganzen Sommers (Omad 
haft zu erhalten und aufzubewahren. 
con lange her forfchte ich, ob e$ nicht möglich wäre, 
die Kartoffeln den ganzen Sommer über zur Speife für 
Menfchen aufsubewahren, fkatt daß man fie jebr dem 
Viehe mir Gewalt U Nach vielen Verfuchen 
bin id endlich fo glücklich gewefen, daß Ziel mıcincs 
Foridhens auf eine herrliche Yrt zu erreichen und auss 
findig zu machen, mie diefes am Leichtelten, (mach 
Fefen und ohue alle Seldkoften gefhehen A in 
yufe sur Zbeilnahime an alle Edle Teutfhlands, alle Das 
1riorijch gefinnte Magilräte, alle Dorf, SGerichrsperpos 
!, alle “Diarrherren, jeden Privarmann, den die Nüszs 
ir einer folchen wichtigen Entdedung intereilirt, 
1 aber alle Hausmütter, denen es in den Mos 
hnaren, die unten erwähnt find, ergeber, wie allgemein, 
daß he nicht immer wilfen, was fie Fochen follen. Sie 
werbeir mich einer Belohnung gern auch würdig halten, 
die Ich in die Summe von 4 me. 4 61, elle. Sie if 
für ein? ganze Commune, wenn ihre Glieder zufams 
mentrefen und jeder Hausfand ermas Dazu beyträgt 
eine Mleinigfeit, Bis Ende Februars 1805 wünfche 1 
alle refpeEriven Theilnehmer zu Fennen, damit ich in den 
Strand Fomme, fie zu überzeugen, mie fie mir der Zus 
bereitung der Kartoffeln noch Anftalt machen Ednnen, 
ehe die Neimzeit angehet, wo fie dann einen üblen Be, 
fchmadt haben, Zede Commune, Gefellfchaft und Ders 
fon, welche bis dahin die obermähnre Summe im Ndreß« 
Comteir zu Lübeck franco pränumerirt, bekommt im 
Monate März daflır: die vollftändigfte Befchreibung 
der Urt und Weiße, wie die Kartoffeln für die Monate 
May, Zuny, Zuly, Yuguft am Leichteften, fchmadhafı 
teften und obne alle Geldojten aufbewahrt werden 
Eönnen, SG, €, Heife, in Churfachfen. 
   
  
  
Iuftiz= und Polizeyfachen. 
Vorladung. 
Sn Muf Imploriren Dni. Lt, Joh. Friedr. Hach 
für den Notarium Heinrich Nicolaus Elder in Sachen 
feiner DBetl. wider den während des Rechtsftreirs vers 
Horbenen Zofeph Wehrt in St, Perersburg per manda- 
tarlum SiM, pro, Vındicationis 290 Sc Verpfänderter 
MAmeritanifcher Nehrelle befinden jıch hiefelbf, zu Dann: 
burg, Danzig und Rojtock ffentliche Ediecrales Ange: 
fehlagen, wodurch des genannten Zofeph Wehrr Erben 
fchuldig erkannr werden, {parfkens den ıften März des 
ee En 1805 im hiefigen Niedergericht Kitem 
unter Seftellung eines Bevollmächtigten zu reasfumiren, 
fub.praemd:c0, daß nach Ablauf gedachter Frij ihnen 
ein mandatarins ex officio zugeordnet und implorantis 
icher Bekl. zur Ableifung des ihm obliegenden Eides 
zugelagfen werden folle. Actum Yuberf den 1, Dec. 18040 
; Muterm 11. April.d, 3. it in Konkursfachen des 
hiefigen Bürgers und Neiffchlägers Claus ONE 
Dohfe bereits eine Edieral; Cirarion an deffen jammes 
liche Gläubiger vom bhiefigen Stadrindgiftrar erlaffen. 
Es haben aber dennoch eingerretene Umpände es noths 
wendig gemacht, daß In diejfer Xonkursfache ein neues 
Sffenrliches Proklam erlaffen werde, wie dies denn auch 
unterm 12ren d, MW, von Hochfürflicher Regierung bes 
fonders vorgefchrieben, und zu dem Ende den fammirlis 
chen Dohfefchen Gläubigern, in fofern fie nicht naments 
Lich und unter beflinunger Verzeichnung des Tages, an 
"7% Sa 
 
	        

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