Full text: Linz und seine Umgebungen

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meinen gemachten Erfahrungen. Nicht selten begegnet 
es, daß Ausländer nach Linz kommen, und mehrere Tage 
sich aufhalten müssen, weil bey ihren Pässen etwas ver- 
sehen war, wodurch sie sich genöthigt sehen, solche vor» 
her nach Wien zu senden, ehe sie selbst die Reise dahin 
fortsetzen können. Reisenden dieser Art wird es hoffent« 
lich nicht unangenehm feyn, daß ich sie auf die Vorzug- 
lichften Sehenswürdigkeiten in nicht weiter Ferne auf- 
merksam mache, um mit Besichtigung derselben ihr« 
Zeit angenehmer hinzubringen, als es außerdem in Linz 
bey allen seinen Reitzen in der Nähe möglich ist. 
»> St. Florian. 
Ich spreche von diesen, berühmten Stifte, ob es 
schon von Linz nicht so weit entfernt ist, als einige 
Orte, die ich im vorigen Abschnitte aufführte, deßhalb 
in dem gegenwärtigen, weil es, nebst den meisten hier 
vorkommenden, in dem Traunviertel liegt. Gute Fuß- 
gänger machen in zwey Stunden den Weg, welcher 
von Ebelsberg durch ein enges Thal über den Schillen- 
berg nach Florian führt; in einem Wagen braucht man 
aber nicht weniger Zeit, besonders wenn man, den 
etwas unbequemen geraden Weg zu vermeiden, auf 
der Landstraße bis nach dem Dorfe Asten fährt. Auf 
jedem Wege erblickt man Tillysburg, ein schönes, an 
den vier Ecken mit Thürmen versehenes Schloß, wel- 
ches der bekannte General Tilly erbaute. Jetzt ist es, 
nebst der dazu gehörigen Herrschaft, ein Eigenthum 
des Stiftes, welches in einer fruchtbaren und schönen 
Gegend, auf einem angenehmen Hügel liegt, und nach 
verschiedenen Richtungen hin eine ziemlich weite Aus- 
ficht hat. Die Gebäude, obschon nicht von dem großen 
Umfange, als die zu Kremsmünster, übertreffen diese 
an Regelmäßigkeit und Schönheit, und sind durchgän» 
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