Full text: Linz und seine Umgebungen

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Zweifel von günstigem Einflüsse auf die ganze Gegend 
waren, weil der augenscheinliche gute Erfolg davon zur 
Nachahmung reihen mußte. Wirklich stehen die Flo- 
rianifchen Bauern allgemein in dem Rufe, nicht nur 
die wohlhabendsten, sondern auch die besten Landwirthe 
zu seyn. Doch begünstigt sie auch die Natur selbst, weil 
der Boden um Florian zu den vorzüglichsten im ganzen 
Lande gehört. Als Pomolog hat sich Jos. Schmidtber- 
ger, Küchen- und Gartenmeister des Stiftes, befon- 
ders in theoretischer Hinsicht einen ausgezeichneten Nah- 
men erworben. 
Etwa eine halbe Stunde vom Stifte liegt das, ihm 
gehörige Schloß Hohenbrunn, von welchem es das 
Wasser mittelft einer Leitung erhält. Der letzte Krieg 
kostete das Stift sehr beträchtlichen Aufwand. Es hatte 
starke Scharen durchziehender Truppen zu verpflegen, 
auch lange Zeit ein Lazareth zu unterhalten, dessen 
Kranke zuweilen bis zu einer Zahl von 900 stiegen. 
Von demselben geschieden zu seyn, wurde ein Gang, 
welcher aus der Prälatur und von den übrigen Eon- 
ventsgebäuden nach dem Flügel führt, wo sich das La- 
zareth befand, vermauert. Selbst der schöne Kaisersaal 
mußte ihm eingeräumt werden, weil die Zimmer und 
Gänge, in welchen deßwegenOefen angebracht wurden, 
für die Menge der Kranken nicht genug Raum hatten. 
Der Saal war jedoch nur für die Reconvalescirenden 
bestimmt, sich darin eine Bewegung zu machen. 
>»> En»s und Steyr. 
Der Weg nach Enns, wie von da nach Steyr, 
wird für anderthalb Posten gerechnet, man kann aber 
diese 3 Posten mit guten Pferden sehr bequem in 5 
Stunden zurücklegen. Für Fußgänger ist ein kürzerer 
Weg, Florian vorbey, gerade nach Enns, welcher viel
        

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