Full text: Linz und seine Umgebungen

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nach Steyr befahren werden kann. Hierdurch wird der 
Transport dreyer Materialien/ wovon die Stadt be- 
sonders viel verbraucht: Eisen, Hol; und Kohlen, sehr 
erleichtert. Letztere brennt man auch in der Nähe viel, 
meistens aus Holz, das auf der Steyr geschwemmt 
wird. 
Die eigentliche Stadt ist am linken Ufer der EnnS 
erbaut, an deren rechtem Ufer Ennsdors liegt, eine 
Vorstadt, welche zwey Brücken mit der Stadt verbin- 
den. Auf der untern Brücke, nicht fern von dem Ein- 
flusse der Steyr, genießt man einer reitzenden Aussicht 
aus beyde schone Flüsse, und ihre wählerischen User. 
Nicht fern davon geht eine Brücke über die Stevr , in 
welche hier zwey Wehre gebaut find, um die Räder 
der am Ufer gelegenen Mahl- und Schleifmühlen mit 
mehr Gewalt treiben zu können. Diese Brücke verbin- 
, bct die Stadt mit der Vorstadt Steyrdors, welche sich 
an beyden Ufern der Steyr eine halbe Stunde lang 
hinaufzieht. Die Gegend, wo sich die obersten Häuser 
befinden, nennt man unter dem Himmel. Auf 
einem Felsen am rechten Ufer der Steyr, und im An- 
fange der eigentlichen Stadt erhebt sich das fürstlich 
Lamberg'sche Schloß, welches modern gebaut ist, doch 
aus ältern Zeiten noch einen Thurm hat, welcher aber 
auch neu abgeputzt wurde. Auf mehreren Puncten die- 
{es Schlosses hat man angenehme Aussichten; die schönste 
und weiteste findet man aber auf dcm Tabor, dem 
höchsten Puncte in Steyrdorf. Hier liegt die ganze 
Stadt vor dem Blicke ausgebreitet, und die weite Aus» 
ficht schließt sich südlich mit den admontischen und an- 
dern steyermärkischen Gebirgen, die sich in ihrer erha- 
denen Größe vollkommen darstellen, und im Juny und 
July auf den Gipfeln und in den Schluchten noch mit 
Schnee bedeckt sind. 
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