Full text: Linz und seine Umgebungen

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ten machen die Zöglinge unter Leitung eines LehrerS 
Ereursionen, welche ohne Zweifel, nebst der gesunden 
Gegend, in welcher sie leben, nicht wenig dazu bey- 
tragen, daß man, wie ich schon vorhin sagte, allge- 
mein an ihnen eine Jugendblüthe bemerkt, die man 
wirklich nicht in allen Anstalten ähnlicher Art findet. 
Kremsmünster zählt unter den Professoren mehrere, 
welche Lehrstellen selbst an den größten Universitäten 
zieren würden. Ueberhaupt hat Kremsmünster Männer, 
welche sich durch Gelehrsamkeit nicht weniger auszeich- 
nen, als durch helle Grundsätze und Bescheidenheit. 
Von dem Stiftsgebäude geht man durch den Gar- 
ten nach der ganz freystehenden Sternwarte, welche 
eine Höhe von 29 Ruthen hat. Nach dem, schon zwey 
Jahre früher vom Abte Desing gemachten Entwürfe 
unternahm der Abt Fixlmiller 1749 diesen Bau, bey 
welchem eine Nebenabsicht war, den Unterthanen des 
Stiftes während einer Theurung Verdienst zu verschaf- 
feu. Nach zehn Jahren war das Gebäude vollendet. 
Das Gebäude hat zwey Geschosse unter der Erde. 
Im Erdgeschosse sieht man ein einem türkischen Gou- 
verneur errichtetes Monument. Aus dem Absätze der 
Treppe zum ersten Stock steht die Statue des Ptolo- 
maus, Ticho de Brahe hat man auf der zweyten, Kepp- 
ler auf der vierten Stiege abgebildet. 
Erster Stock. 
Das erste Zimmer links ist der Entomologie gewid- 
met. Die Exemplare sind von der Gegend von Krems- 
münster, meistens schön, durchgehends gut eonservirt, 
und werden, wenn sie zu Grunde geben, immer neu 
ersetzt. Die Sammlung der Jnseeten ist nach Fabriems 
geordnet. Unter den Jnseeten war merkwürdig hier 
zu finden: Carabus cassideus. Fabr. Dermestes
        

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