Full text: Linz und seine Umgebungen

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durch die Hügel bey Ebelsberg beschränkt, doch ragen 
die Thurmspitzen des hochliegenden Stiftes St. Florian 
darüber hervor. Den Blick nach vollem Süden und 
Westen verhindern vorliegende Anhöhen; wenig Schritte 
vom Hause öffnen sie sich aber , und hier erblickt man 
die doppelte Kette der oberösterreichischen und steyerischen 
Gränzgebirge, die man bey Kremsmünster deutlicher 
sieht/ wo ich ihrer auch etwas näher erwähnen werde. 
Alle diese Ansichten befinden sich innerhalb des Gebie- 
thes der Stadt; merkwürdige entferntere werde ich an 
ihrem Orte berühren. 
II. 
Einige geschichtliche Notizen. 
Ä^eltere Geschicht- und Erdbeschreiber nehmen ziemlich 
allgemein an, Linz sey aus dem Schutte des alten Len- 
tiuni hervorgegangen, dieser im Norieum, dem heuti- 
gen Oberösterreich, von den Römern angelegten Stadt, 
welche von den Hunnen oder Avaren zerstört wurde. 
Hier ist nicht der Ort zu weitläufigen historischen Unter- 
suchungen, daher ich nur bemerke, daß jene Angabe noch 
nicht hat erwiesen werden können, und daß sich selbst 
der Wahrscheinlichkeit durch Combinationen nicht näher 
kommen läßt. Scheint auch die Aehnlichkeit der Nah- 
men Linz und Lentium für den römischen Ursprung 
der Stadt zu sprechen: so spricht stärker dagegen, daß 
man in der Stadt und deren Nähe keine Alterthümer 
findet, welche jenen Ursprung bewährten. Auch in den 
nächsten Zeiten nach den Römern ist die Geschichte von 
Linz dunkel, ein Schicksal, welches es mit beynahe allen 
alten Städten theilt. Man weiß nur, daß es der Sitz
        

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