Full text: Linz und seine Umgebungen

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zes von Emunden bis in die Zizlau auf der Eisenbahn 
geschieht. Auf den Stationen von Hallftadt bis Zizlau 
befinden sich Gebäude zur Stallung für die Pferde, und 
zu Schlafstätten für die Schiffleute und Knechte. Die¬ 
jenigen, welche bey der Gegenfahrt nicht nothwendig 
sind, machen den Rückweg, um schneller zu kommen, 
zu Fuß, größten Theils in vollem Laufe, daher siez. 
B. die 12 Poststunden von Zizlau bis nach dem Stadel 
gewöhnlich in 6 Stunden zurücklegen. Auf allen Sta- 
tionen liegen die Salzfchifsc in Stadeln oder bedeckten 
hölzernen Gebäuden, worin die Schiffe, deren gewöhn¬ 
lich drey darin Raum haben, ausgeladen werden. Bey 
den Einfahrten in diese Stadel, quer über den schnell 
strömenden Fluß, bewähren die Schiffleute ibre Ge- 
schicklichkeit nicht weniger als bey der ganzen Fahrt auf 
der ober» Traun. Den stärksten Fall hat diese von 
ihrem Ausflusse aus dem Hallstädter-See bey Steg' 
bis zu ihrem Einflüsse in den Gmundner bey Ebensee, 
denn während dieses Laufes von wenig mehr als 7 
Stunden beträgt ihr Fall, nach Einigen achtzig, nach 
Andern einhundert Klafter. Ich machte diese Fahrt in 
3 7o Stunden, den Weg von Gmunden bis zum Sta- 
del, zu Laude 5 Stunden, in 2 V2j beyde Fahrten 
aber in schwer beladenen Salzschiffen und bey einem 
starken Gegenwinde. Mit einem kleinen Schiffe fährt 
man kaum halb so lange, muß sich aber, wie ich schon 
früher erwähnte, die Unbequemlichkeit gefallen lassen, 
durchnäßt zu werden. Vom Stadel bis nach Zizlau 
ist dieses aber nicht zu besorgen, weil das Schiff sanft 
auf den Wellen hingleitet, da der Strom in dieser 
Strecke seines Laufes nur etwa acht bis zehn Klafter 
Fall hat. Dennoch geht die Fahrt so geschwind, daß 
man nicht mehr als fünf Stunden braucht, und doch 
bewegt sich das Schiff nicht einmahl mit der Geschwin- 
digkeit wie in mehreren Stellen der obern Traun, selbst
        

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