Full text: Linz und seine Umgebungen

- 143 — 
Sowohl die äußere Ansicht als auch die innere Einrich- 
tung für die Manipulation ist gleich sehenswerth. Daß 
Dierzer eine sehr große Summe zur Bewerkstellig 
dieser Fabrik verwendet hat/ läßt sich schon daraus ab- 
nehmen, daß er der Traun einen großen Theil abge- 
winnen mußte, worauf das Fundament der Fabrik ge- 
baut wurde; es mußte ein Berg großen Theils abge- 
tragen werden, um auf dieser Seite mehr Licht zu be- 
kommen; die sämmtlichen Maschinen mußten aus dem 
fernen Auslande herbeygeschafft, und ein fremder Me- 
chaniker theuer bezahlt werden, der die Maschinen auf- 
stellte, die Behandlung derselben lehrte, und über 
manche Eigenheiten näheren Aufschluß ertheilte. Es 
ist zu wünschen, daß dieser thätige Geschäftsmann für 
seine Aufopferung auch einen reichen Gewinn ernten 
möge. 
Dem Gmunder - See gibt man 4 Stunden Länge 
und 1 Vs Stunde Breite, die er aber nur an sehr we- 
»igen Stellen hat. Die Schiffleute rechnen gewöhnlich 
nach der zur Ueberfahrt gewöhnlichen Zeit. Diese Rech- 
nung ist aber sehr ungewiß, und ich z. B. brauchte zur 
Fahrt auf seiner ganzen Länge, von der Stadt bis nach 
Ebensee, ein Mahl 11/», das andere Mahl 2 Stun« 
den. Nahe bey den Usern ist seine Tiefe, nach Ver- 
sicherung der Schiffleute, nur 15 Klafter, während sie 
an den tiefsten Stellen 366 beträgt. Auf Heyden Fahr- 
ten habe ich die Bemerkung gemacht, daß der Gmund- 
ner-See im ruhigen Zustande weit größere Wellen wirft, 
als der Bodensee, der Luzerner- und etliche andere 
Seen der Schweiz, das Schiff aber dessen ungeachtet 
eben so sanft darüber gleitet, als wenn diese Seen ein« 
völlige Spiegelfläche machen. In dem strengen und 
anhaltenden Winter von 1829 aus 1820 fror der See, 
was seit Mannes Gedenken nicht der Fall war, ganz 
und so stark zu, daß die Salz-Transporte und Schiit-
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.