Full text: Linz und seine Umgebungen

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zu HaNstadt, sind so reichhaltig, daß man bereits be- 
rechnet hat, es lasse sich auf Jahrhunderte hinaus das 
erzeugte Quantum erzeugen, ohne darum den Salzstock 
zu erschöpfen. Bey Ebenste befindet sich kein Salzberg, 
sondern die Sohle wird von dem Salzberge bev Ischl 
und bey Hallstadt hingeleitet. Dieß geschieht in Stren- 
uen oder hölzernen, mit Letten ausgefütterten Röhren, 
an deren Stelle theils gemauerte, theils in die Felsen, 
welche sie vorübergehen, gehauene kommen sollen, weil 
diese dauerhafter sind, auch viel Holz ersparen würden, 
und die Holzerfparniß bey dem ungeheuren Verbrauche 
in Wahrheit sehr nothwendig ist. Aus den Wehren oder 
Salzstuben, von welchen ich weiter unten spreche, und 
den Cementirstuben oder Behältern in den Bergen, wo 
die schon hinlänglich geschwängerte Sohle, wenn sie nicht 
sogleich verfetten werden kann, einige Aeit aufbewahrt 
wird, stießt die Sohle in den Strenneu unmittelbar in 
die Salzpfanne. Die größte Pfanne zu Ebenste faßt 
auf ein Mahl 1800 bis 2000 Eimer; in dieser werden 
aber täglich, da die Sohle beständig zuläuft, so wie 
das angeschossene Salz beständig herausgezogen wird, 
bis der dreyzehn Tagr dauernde Sud beendigt ist, 2300 
bis 2500 Eimer verdunstet, welche 670 bis 700 Centn. 
Salz geben, weil man aus dem Eimer 30 bis 32 Pfund 
gewinnt. Diese und die andere alte Pfanne ist rund; 
die, nach dem Muster der in den Tyroler- Salzwcrken 
gebräuchlichen, 1796 angelegte aber viereckig und von 
weit kMwrem Umgänge, .ha. ihr ein größerer aus Ursa- 
eben, die man sich an Ort und Stelle erklären lassen 
muß, nicht gegeben werden kann. Alle Pfannen füb 
aus kleinen Stücken von starkem Eisenblech zusammen- 
geniethet, und können daher leichter ausgebessert wer« 
den, als wenn sie aus größern Smcken beständen. 
Kleine Ausbesserungen geschehen, beynahe nach jedem 
Sude sehr geschwind. Hauptreparaturen widmet man 
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