Full text: Linz und seine Umgebungen

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falle äußerst feiten. Geführt von einem vorsichtigen 
Schiffmann kam ich auf dem Nuckwege von HaUstadt 
qlncklich durch die, von Manchen gefurchtete stelle, 
und freute mich der lustigen Fahrt ; denn das 
Schiff fchoß pfeilschnell neben dem Felben des Falles 
hinab, ob es gleich 400 Centner geladen hatte. Dt« 
Schiffleute scheinen diesen Fall, dessen höchste Felsen 
kaum zwey bis drey Klafter hoch sind, für 
tu halten; denn in einiger Entfernung von denselben 
betbeten sie sammlich, unterließen aber auch nicht den 
thätigen Gebrauch der, auf der obern Traun gewöhn¬ 
lichen, sehr breiten Suder, welche an dem emen Word 
des Schiffes angestemmt werden/ um ihm die gehörige 
Richtung zu geben. / , 
Von Lausten hat man eme Stunde nach G o ifern, 
einem in Ober - Oesterreich ungewöhnlich großen Dorfe. 
Hier befindet sich eine zahlreiche evangelische Gemeinde, 
deren Pfarrer Hallstadt zum Filiale hat, und alle d 
Wochen daselbst Gottesdienst hält. An beyden Orten 
sind die sehr einfachenBethhauser so klein, dap siedle 
Menge der zuströmenden Andächtigen nicht zu Mm 
vermögen, da zu dem ganzen Kirchsprengel über Z000 
^ ^BonGeifern ist es noch eine Stunde bis nach Steg, 
einigen Häufern und einem Stadel für die Sch'ffeam 
Ausflüsse der Traun aus dem Hallstadter - See, aus 
welchem man sich hier einschifft- um. 
Diefer See ist ringsum von hohen Gebirgen 
«leben, und hat daher etwas Schauerliches. Vonun- 
gewöhnlich dunkler Farbe ist sein Wasser, thellsFolg 
des Mangels an Beleuchtung, weil die Gebirge die 
Sonne den größten Theil dcs Tages verbergen, chetls 
aber auch seiner beträchtlichen Tiefe, welche■«««««« 
Orten noch gar nicht hat ergrundet »erden tonn ju 
Seine Länge wird schwerlich über anderthalb Ctunda
        

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