Full text: Linz und seine Umgebungen

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ist gesorgt; denn man kann den Weg hinauf in Sesseln 
machen, welche 6 Männer in Stangen tragen, herun- 
ter in kleinen Schlitten, in die sich vorne ein Mann 
spannt, während zwey andere hinten an Seilen halten, 
und den Schlitten bey den abschüßlgsten Stellen und 
bey den Wendungen auf dem sich schlängelnden Wege 
so völlig in ihrer Gewalt haben, daß man durchaus 
keine Gefahr zu besorgen hat. Diese Männer sind mit 
Steigeisen versehen, deren aber auch der ungeübteste 
Wanderer hinausnicht bedarf, hinab ist jedoch die Schlit- 
teufahrt allerdings jedem zu rächen, der im Bergsteigen 
nicht sehr geübt ist. 
Diesen Berg bestiegen schon mehrere erlaucht« Per¬ 
sonen aus dem österreichischen Häufte Eine über der 
zweyten Rastbank angebrachte Tafel besagt, daß Kaiser 
Maximilian I. im Jahre 1504 daselbst rastete, und die 
jetzt lebenden Prinzen waren fast sämmtlich da. So 
lange man noch kein Wohngebäude eines Bergbeamten 
erreicht, sind in ungefähr gleich weiter Entfernung über» 
deckte Ruhebänke angebracht, deren sich an der untern 
Hälfte des Berges drey befinden. Won der letzten steigt 
man zu der Wohnung eines Bergmeisters empor, dem 
Rudolphsthurme, auf einer freystehenden Spitze des 
Berges, 180 Klafter über dem See. Die Aussicht ist 
hier schön, doch sehr beschränkt, weil man wegen der 
ringsum liegenden Berge nichts sieht, als einen Theil 
des Sees und wenige der südlichsten Häuser von Hall- 
stadt. Die Hauptmauern dieses Gebäudes sind drey 
Schuh dick, dennoch wird es von starken Stürmen so 
heftig ergriffen, daß nicht daran Gewöhnte seinen Ein- 
stürz besorgen. Vom Rudolphsthurme geht man, we- 
niger steil, verschiedene Berggebäude vorbey, nach dem 
Hause eines andern Bergmeisters, dann nachdemBerg- 
hause auf der Spitze des 324 Klafter hohen Berges,, 
Der Salzstock nimmt 250 Stäbe über dem See seinen.
        

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