Full text: Linz und seine Umgebungen

— 157 — 
Anfangein hier übliches Bergmaß von vier Salzbur- 
aer Schach. 
Im Berghause kann man Bier, Milch und Brot 
bekommen, wer früher oder bessere Erquickungsmittel 
verlangt, muß sie von Hallstadt mitnehmen. Hier sin- 
det man auch eine Generalmappirung von allen Gcbäu- 
den im Innern des Berges, und Speeialmappirungen 
von einzelnen Thcilen, welche mehrentheils nach Perso¬ 
nen des regierenden Hauses benannt sind. Nächstens 
gedenkt man einen Franzensberg zu eröffnen, welcher 
von außen schon abgetheilt ist, da viele Theile des so 
reichhaltigen Berges bis jetzt noch nicht gebaut werden. 
Im Berghause erhält man weiße Grubenkittel, Hüte 
und Stachelstöcke zum Einfahren, welches hier sehr be- 
quem ist, weil es in kleinen, gut gepolsterten , in Fe- 
dem und Riemen hängenden kleinen Wägen geschieht, 
die ein Mann vorn zieht, der andere hinten schiebt, in- 
deß ein dritter mit einem Grubenlicht vorausgeht. Der 
nächst gelegene Berg ist der Katharina -Thcresicnberg. 
Der Weg führt fast gleich fortlaufend durch ausgezim- 
inerte Strecken zu den Wehren oder Sinkstuben, zu 
welchen man auf Stiegen hinabsteigt, die entweder von 
Holz oder in den, Berg gehauen sind.. 
Nachdem diesen Salzberg schon früher Privatleute 
gebaut hatten, wurde er 1308 für kaiserliche Rechnung 
übernommen. Ganz reines Steinsalz findet man jetzt 
überall äußerst selten, doch bricht noch viel Kernsalz, 
oder solches, welches sehr wenig fremdartige Theile mit 
sich führt. Dieses wird mit einem eisernen Keile und 
einem Fäustel oder Bergmannshammer in großen Stü- 
cken von mehreren Centnern losgehauen, zuweilen auch 
mit Pulver gesprengt, und zum Gebrauche für das Vieh 
verkauft. In den hierdurch entstehenden Räumen legt 
man die Wehren oder Sinkstuben an, in welche aus zu- 
geleiteten Röhren Wasser gelassen wird, das darin so.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.