Full text: Linz und seine Umgebungen

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wickeln, ist hier nicht der Ort. Leser, welche sich dcwvn 
zu unterrichten wünschen, muß ich aus em Werk des, 
um die Aufhellung der Geschichte Ober-Oesterreichs so 
verdienten, Florianischen Chorherrn K urz zurückweisen, 
aus denVersuch einerGefchlchte desBauerw 
krieges in Ober-Oesterreich, welcher zugleick 
den ersten und zweiten Band der Beiträge zur (3c- 
Wchte des Landes Oesterreich ob der Enns ausmacht. 
Hier kann ich nur bemerken, daß dieser innere Kneg 
-war in Verbindung stand mit dem Religionskriege, wel¬ 
cher zu gleicher Zeit einen großen Theil von Deutsch¬ 
land verödete, daß aber Religion nicht die einzige ur- 
sache desselben war. Allerdings forderten die unzufrie¬ 
denen Bauern die freye Ausübung der evangelischen 
Religion zurück, welche Kaiser Ferdinand II. ihnen vtt- 
w .^erte; allein sie beschwerten sich mcht weniger über 
den te§ Statthalters des Churfürsten von Bayem, 
welchem Ferdinand den Genuß der Einkünfte 
von £&«;~^(wich überlassen hatte, um chn für die 
Kosten zu cntf<^a--s; ml^e er aufgewendet hat, den 
Kaiser im dreyßiM?. . n ^neae mit mäckti^Mfe 
m unterstützen. Die Bau>^»> .«.liey zu ten 
Waffen, ihr Oberanführer war Stephan Fadmger, 
ein angesehener Bauersmann, nach seinem Tode Achaz 
Wiellinger, ein zu den Landständen gehöriger Edel- 
mann. Fürchterlich wüthete dieser Bürgerkrieg,m^. 
1626 Alle Städte kamen nach und nach m die Ge¬ 
walt der Bauern, bis auf Linz, welches sie lange Zeit 
vergeblich belagerten, einigemahl zu stürmen versuchten, 
doch ohne Ersolg. Fadinger bekam wahrend der Be- 
laaerung eine tödtliche Wunde, an welcher er nach w- 
niaen Tagen starb; die Seinigen setzten aber die Be- 
lagerung fort, und ob sie schon, besonders aus Mangel 
an Geschütz, ihren Zweck nicht erreichen konnten, hatte 
doch dabey die Stadt sehr viel zu erdulden, und alle
        

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