Full text: Linz und seine Umgebungen

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Krach, dieses schone Gebäude und das Landhaus gänp 
lich zerstörte, und mit solcher Gewalt um sich griff, daß 
die Gebäude der Altstadt und bis in die Klostergasse 
theils ein Raub der Flammen, theils sehr beschädigt wur- 
den. Diesem Unglücke dankt Linz wesentliche Werschs, 
nerungen. Die Bastey, welche sich vom Schloßbergt 
nach der Stadt hinzog, wurde geebnet, und in eine Pro- 
menade umgeschaffen, auf welcher jetzt die Bewohner 
von Linz kühlenden Schatten genießen können. Auch 
wurde zwischen dem Landhause und dem gegenüber lie- 
genden schonen Gebäude, welches ein Gras Kheven- 
hüller ausführte, eine Gasse angelegt, welche, weil 
sie zum Theater führt, davon den Nahmen trägt, und 
die Verbindung zwischen mehreren Theilen der Stadt 
sehr erleichtert. Zu dem nähmlichen Zwecke durchbrach 
man die Mauer des Bogens bei der Domkirche, um aus 
der Stadt einen neuen Weg in die südlich gelegenen 
Vorstädte zu eröffnen, wohin zuvor nur das etwas enge 
Schmidtthor führt«, und von einer andern Seite das 
Thor des Landhauses. 
Schon früher erhielt Linz durch Josephs Vorsorge 
Verschönerung und Vergrößerung. Nach der Weise al- 
terer Zeiten befand sich der Gottesacker in der Vorstadt, 
wohin er nach verschiedenen Verlegungen gekommen war. 
Joseph, welcher überall in seinen Staaten die Ruhe-- 
stätte der Todten aus der Mitte der Lebendigen entfern« 
te, befahl auch in Linz einen Gottesacker vor der Stadt 
anzulegen, und nun stehen auf der Stelle, wo sonst 
Modergeruch den Wanderer umduftete, Reihen von ar- 
tigen Häusern. 
Die frühere Geschichte des Schlosses ist nicht wen»- 
ger dunkel, als die Geschichte der Stadl. Auch ihm gibt 
man einen römischen Ursprung, doch ist er ebenfalls nicht 
erwiesen, und keine Alterthümer zeugen dafür. Sicherer
        

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