Full text: Linz und seine Umgebungen

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ist dieses der Fall bey der Altstadt, welche, gleich allen 
altern Städten, die in der Nähe eines auf einem Berge 
ruhenden Schlosses entstanden, uneben ist, und enge 
Straßen hat, welches letztere größtenTheils auch ein Man- 
ael der neuern Stadt ist. L bschon kleiner als die Vor- 
städte, zählt die Stadt dennoch vier Viertel, indeß jene 
nur in drey eingetheilt sind. Die Stadt hat vier Thore, 
wovon das Hauptthor und das Wasterthor nördlich, das 
Schmidthor und das Landhausthor südlich liegen, ^hr 
schönster Theil ist der Platz, von welchem sieben Gassen, 
worunter die Klostergasse die breiteste ist, in verschiedene 
Nebengassen führen. Die Vorstädte hängen mit der 
Stadt zusammen, und nehmen unmittelbar an den-Cyo- 
ren ihren Anfang. Alles, was auf beyden Seiten er 
Stadt von den Vorstädten östlich liegt, tragt den allge¬ 
meinen Nahmen: Untere Vorstadt, alles westlm> 
qeleaene heißt die obere Vorstadt, und der sudliche 
Theil die Landstraße, diese schönste Straße von Linz, 
sowohl in Betreff ihrer Breite und Länge, als m Ruck- 
ficht der mehrentheils schönen und hohen Haujer, gehört 
utt äußeren Vorstadt. 
An der nördlichen Seite der Stadt vordem Haupt- 
thore führt eine hölzerne Brücke zum Urfahr, welches 
weaen semer Nähe eine Borstadt von ömz 
aewisser Maßen auch eine ausmacht, dennoch aber cm 
besonderer Marktflecken ist, von dem ich nachher etwas 
mehr sage. Die hölzerne, auf 14 Jochen ruhende, 144 
Klafter lange Brücke über die Donau wurde vormahls 
von der Stadt unterhalten, seit einigen Jahren hat aber 
das Aerarium die Unterhaltung übernommen, und 
nimmt dafür die Mauth ein, welche von Wagen und 
Vieh bezahlt werden muß. So viel diese auch, wegen 
der starken Passage, einträgt, reicht sie doch ichwerlich 
zur Bestreitung der Unkosten hin, weil fre meisten St >- 
stoße die Brücke mehr oder weniger beschädigen, selbst
        

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