Full text: Linz und seine Umgebungen

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Fahrwegen Schoder, die meisten aber an den Seiten 
Pflaster. Damit aber der durch den Schoder erzeugte 
Staub niemanden lästig werde; so wurde im I. 1813 
die Einrichtung getroffen, daß unter magistratlicher 
Sorge durch eigens vorgerichtete Wasserfässer die Stra- 
ßen und Plätze mehrmahl des Tages bespritzet werden, 
was eine große Wohlchat ist. Die Beleuchtung, welche 
auch in den Sommermonathen nicht ausgesetzt wird, 
erstreckt sich über die Stadt und die besuchtesten Gössen 
der Borstädte. 
Eine Stadt von mäßigem Umsange bedars zur Hand- 
habung der Ordnung nicht so mannigfaltiger Vorkeh- 
rungen, als eine Hauptstadt, welche sich wegen ihrer 
Größe nicht von einem Puncte aus überschauen läßt. 
Daher sind hier nicht, wie in dem weit ausgedehnten 
Wien, Bezirks-Polizey-Direktoren, noch Bezirks-Ar- 
men-Aerzte und Hebammen, alle Aerzte haben aber 
die Pflicht aus sich, Armen unentgeldlich beizustehen. 
An den Linien, an der Donaubrücke und aus andern 
Hauptpunkten wachen aufgestellte Polizeydiener für 
Ordnung und Sicherheit, Patrouillen machen sie aber 
nur bey außerordentlichen Gelegenheiten. 
Linz hat eine für seine Größe sehr beträchtliche An- 
zahl von Wirthshäusern, unter welchen der goldene 
Löwe aus der westlichen Seite des Platzes, der schwarze 
Adler auf der östlichen Seite desselben, und die goldene 
Kanone auf der Landstraße die vorzüglichsten sind. Der 
am Wasser gelegene goldene Adler hat eine angenehme 
Aussicht auf die Donau, und ist bequem für Reifende, 
welche auf dem Wasser ihre Reise fortsetzen wollen. 
In den meisten Wirthshäusern speist man portions- 
weise; in einigen, wie z.B. im schwarzen Bock in der 
Altstadt, findet man aber auch eine nicht üble Wirths- 
tasel zu billigen Preisen, welche, außer in etlichen an- 
dern Wirthshäusern, auch von den Traiteurs im römi-
        

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