Full text: Linz und seine Umgebungen

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allgemeine Krankenhaus für das männliche Geschlecht, 
welches daselbst mit dem Eifer und der Menschenfreund» 
lichkeit verpflegt wird, die den Mitgliedern dieses wohl» 
thätigen Ordens fast allgemein eigen ist. Die Einrich- 
tung ist auf 48 Betten gemacht, in Nothfällen können 
aber 60 Kranke Raum finden. Zum Krankenhause 
für das weibliche Geschlecht dient das Kloster der Elisa» 
bethinerinnen in der untern Vorstadt, welches erst *745 
erbaut wurde, und auf Z2 Betten eingerichtet ist. Beyde 
Institute empfehlen sich besonders durch die darin Herr» 
fchende Reinlichkeit. Die Einwohner von Linz erkennen 
auch diese beyden Institute als eine große Wohlthat für 
die leidende Menschheit, und unterstützen sie gern und 
reichlich mit milden Beyträgen. Die Ursulinerinnen wid¬ 
men sich ausschließlich dem Unterrichte der weiblichen 
Jugend. Dieser Unterricht umfaßt zugleich Bildung 
des Geistes und Herzens und Anleitung zu weiblichen 
Arbeiten. Das Kloster der Ursulinerinnen an der Land» 
straße wurde 1680 von der Kaiserinn Eleonore gestiftet. 
Wey dem Kloster der Elisabethknerinnen befindet sich 
eine zwar nicht große, aber freundliche und geschmack» 
volle, mit einer schönen Kuppel verzierte Kirche, im ver» 
jüngten Maßstabe nach der prächtigen Karlskirche zu 
Wien geformt. 
Won einigen Stiftern auf dem Lande werde ich wei» 
tcr unten ausführlichere Nachrichten geben; hier führe 
ich nur an, daß von den Priestern des Benedictiner- 
Stiftes Kremsmünster viele in der Seelsorge angestellt 
sind, während sich die andern größten Theils dem Un» 
terrichte der Jugend der in ihrem Stifte befindlichen, 
vortrefflichen Institute widmen; andere sind als Profes» 
form in Linz angestellt. Von den Priestern der Augu» 
stiner-Chorherrenstifte Reichersberg und St. Florian, 
des Benedictiner - Stiftes Lambach, des Cistercienser» 
Stiftes Wilhering, Norbertmer- Stiftes Schlierbach
        

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