Full text: Linz und seine Umgebungen

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stnd ebenfalls einige in der Seelsorge, und andere als 
Professoren in Linz angestellt. Alle diese Stifte können 
wieder Novizen annehmen, was ihnen unter Joseph II. 
untersagt war; sie müssen sie aber auf ihre Kosten stu- 
dieren lassen, wodurch der Staat eine beträchtliche An- 
zahl hinlänglich ausgebildeter Kirchen- und Schullehrer 
erhält, ohne dazu eines eigenen Aufwandes zu bedürfen. 
VIII 
Lehr - nnd Crziehnngs - Anstalten, 
^as Lyceum, die vornehmste unter diesen Anstalten, 
bestand, obschon beschränkter, bereits unter den Jesuiten. 
Seit Joseph ll. erhielt es manche Cliveiterung. Am 
Lyceum wird das theologische und philosophische Vtu- 
dium betrieben, mit welchem auch eine Hebammen-Un- \ 
terrichts-Anstalt verbunden ist. Der Rector dieser aka- 
demischen Anstalt wird nach der Reihe der Facultäten 
gewählt, und muß seinen Posten Ein Jahr lang beklel-! 
den, kann aber jedes Jahr wieder gewählt werden. 
Jede Facultät hat wieder ihren Director. In der Heb- 
ammen - Untemchts - Anstalt ertheilt I o se p h H i n t e r- 
berger, Magister der Chirurgie, derGeburtshülse und 
Augenheilkunde, als k. k. Professor Unterricht der theo- 
retisch-practischen Geburtshülse. Der Director dieser 
Anstalt ist der jeweilige k. k. Regierungsrath und Pro- 
tomedikus. Eine Thierarzneyschule besteht als eine be- 
sondere, von den Ständen errichtete Anstalt, und hat 
zunächst den Zweck, angehende Hufschmiede in der Thier-- 
arzneykunst zu unterrichten. Auch eine Lehrkanzel der 
Landwirtschaft ist errichtet worden, welche ihren eigenen 
Professor hat.
        

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