Full text: Linz und seine Umgebungen

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fen und dem traurigen Schicksale Preis gegeben find, 
war der Weltpriester Michael Ncitter. Im I. 
1812 begann er feinen unentgeldlichen Unterricht und 
den ordentlichen/ öffentlichen Lehrcurs. Von Maje¬ 
stät Kaiser Franz f. auf eine huldvolle Weise kräftig 
unterstützt/ und durch reiche Beyträge der gutherzigen 
Ober - Lesterreicher konnte Reitter bey dem Antritte 
der Pfarre Kallham die nun fo weit gut organifirte 
Anstalt feinem würdigen Nachfolger Michael Bih- 
ringer übergeben. Mit vielen Schwierigkeiten hatte. 
jedoch auch Bihriuger zu kämpfen/ um das angefangene 
und nun fo glücklich gediegene Werk bis zu ihrer dauer- 
haften Existenz zu realisiren. 
Im 1.1824 wurde diese Anstalt von Sr. Majestät 
Franz I. zur öffentlichen Lehranstalt erhoben/ das Lehr- 
personale aus einem öffentlichen Fonde besoldet/ und 
das verfallene Capuciner-Lazareth-Gebäude sammt ei- 
nem Theile des Klostergartens zur Aufführung eines 
neuen/ dem eigentlichen Bedarfs angemessenen Gebäu- 
des eingeräumt/ wo sie gegenwärtig wohlthätig wir¬ 
kend besteht. 
Diese Anstalt zählt jetzt unter dem gegenwärtigen 
thätigen Direetor, I. E. Aichinger/ 72 in zwey 
Gassen eingetheilte Zöglinge. 
Das Blinden-Institut wurde im Jahre 1824 von 
dem Weltpriestcr/ Joseph Englmann/ versuchs¬ 
weise gegründet; und die sichtlichen Fortschritte des 
mühsamen Unterrichtsgeschäftes gewannen bald der jun- 
gen Anstalt Freunde und Unterstützung. Im 1.1827 
erhielt Sigismund Bartsch die Leitung, der dieser 
Anstalt bis zum Jahre 1825 unentgeldlich mit lobens- 
werthem Eifer für die Sache dieser Bedauerungswürdi- 
gen vorstand. Gegenwärtig befinden sich in diesem In- 
Mute unter der wahrhast vortrefflichen Leitung des 
Direktors undDompredigers, PeterWestermeyer,
        

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