Full text: Linz und seine Umgebungen

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da Zweck und Mittel derselben gleich anziehend und 
einnehmend sind. Es hat sich nähmlich im I. 1821 
ein Musik-Verein gebildet> aus ausübenden, unter- 
stützenden und Ehrenmitgliedern bestehend, der durch 
die Produktion von jährlich vier Concerten und größeren 
Tonwerken im Redouten - Saale, im Theatergebäude, 
durch die Wahl der Musikstücke sowohl, als durch die 
Präcision derselben beym Vortrage Einheimischen und 
Fremden angenehme und vergnügte Stunden verschafft. 
Den Nichtunterstützenden und Fremden ist der Zutritt 
zu den Eoneerten in den Saal gegen 40 kr., und auf 
die Gallerie gegen 20 kr. C. M. gestattet. 
Dieser Musik-Verein hat sich auch seit seinem Be- 
stehen so vortheilhast organisirt, und in finanzieller Be> 
ziehung so gehoben, daß es demselben möglich wurde, 
fähige Knaben und Mädchen in dieser erhebenden Kunst 
unentgeldlich zu unterrichten. Zu diesem Zwecke be- 
stehet eine fortdauernd gegründete, in zwey Gassen ab- 
getheilte Gesang- und Violin- Schule mit besoldeten 
Lehrern. 
IX. 
Wohlthätigkeits - Anstalten. 
Ilm einen vollständigen Ueberblick der vielen milden 
Anstalten zu liefern , welcher Linz sich zu erfreuen hat, 
muß ich etwas in die Vergangenheit zurückgehen, und 
verschiedenes erzählen, was sich seit einigen Jahren ver- 
ändert hat. Die umfassendste unter den milden Stis- 
tungen war das Prunerstift, von seinem Gründer, 
Adam Pruner, einem reichen Handelsmanne, benannt. 
In seinem Testamente widmete er 1734 hierzu 
181,000 st., welchen er folgende Bestimmung gab:
        

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