Full text: Linz und seine Umgebungen

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Zur Erbauung einer Capelle mit drey 
Altären 20,000 fl. 
Zur Unterhaltung der Benesiciaten . 12,000 - 
Für 27 arme Knaben auf Kost, Klei¬ 
dung , Lehrmeister . . . 54,000 - 
Für 27 arme Männer . . . 27,000» 
Für 27 arme Weiber . . . 27,000» 
Zu dem Gebäude für Benef. Knaben, 
Männer und Weiber . . 26,000 - 
Zur Besoldung des Verwalters . 2,000 - 
Als ein Vermächtniß an die Kirche . 2,000 - 
Er verordnete, daß das Präsentationsrccht zwischen 
seinen Verwandten und dem Magistrate abwechseln 
sollte. 
Schon 1717 stiftete ein anderer Bürger, der Schnei« 
dermeister Kellerer ein Waisenhaus, welches durch an- 
dere Zuflüsse so viel Fond bekam, daß einige 20 Kitt» 
der darin unterrichtet werden konnten. Ein anderes 
Waisenhaus, nach seiner Stisterinn, der Kaiserinn 
Maria Theresia, das Theresienstift genannt, war auf 
70 Kinder eingerichtet, und vorzüglich dem Militär 
bestimmt. 
Das Bürgerspital bestand bereits im vierzehnten 
Jahrhundert, wurde im Bauernkrieg hart mitgenom» 
men, bald darauf aber erweitert, so, daß darin 89 
Personen beyderley Geschlechtes Wohnung, Holz und 
Licht, auch täglich 9 kr. bekommen konnten. Das 
Bruderhaus, ein Gebäude zu gleichem Zwecke, wurde 
von dem eingezogenen Vermögen derjenigen erbaut, 
welche nach dem Bauernkriege wegen der Religion aus- 
wandern mußten. Es befanden sich darin 22 Personen, 
welche bey freyer Wohnung täglich 6 kr. erhielten. 
Eine Stiftung von 2000 fl. geschah in der Absicht, 
jährlich zwey Bürgermädchen mit 60 fl. auszustatten. 
Der Magistrat bestimmt diejenigen, welche diese Aus-
        

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