Full text: Linz und seine Umgebungen

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jcht die beträchtlichsten Geschäfte macht, doch läßt sie 
auch noch, wie zuvor, alle Arten gangbarer wollener 
Zeuge verfertigen. Nach dem schon erwähnten Instanz- 
kalender für 1809 beschäftigt sie überhaupt 25,000 
Arbeiter, darunter 22,500 Spinner in Ober-Oester¬ 
reich, Böhmen und Mähren, welche unter eigenen Fac- 
toren stehen. Nach derselben Angabe arbeiten tm Fa¬ 
brikgebäude selbst 800 Menschen, in Linz und dessen 
Nähe 1200. Sollten auch diese Angaben, runde Zah- 
len zu bekommen, etwas zu hoch seyu, >o ist es wemg- 
stens gewiß, daß die Fabrik durch das Entstehen an- 
derer neben ihr in ihren Geschäften nicht gelitten hat, 
da sich in den neuesten Zeiten der Verschleiß der öster¬ 
reichischen Fabriken überhaupt bedeutend vermehrte. 
Nachtheilig waren ihr die feindlichen Invasionen, wo 
sie als kaiserliches Eigenthum in Beschlag genommen 
WUVMit dem Wachsthume der Geschäfte der Fabrik, 
seit sie auf kaiserliche Rechnung geht, erweiterten sich 
auch die Gebäude derselben, welche gegenwärtig eine 
der größten Zierden der Stadt ausmachen. Bor Feuers- 
aefahr sich zu sichern, kaufte sie verschiedene, nahe ge¬ 
legene Häuser, gab ihren eigenen Gebäuden ^ eine sehr 
gute, besonders hierauf berechnete Anlage, schützte }it 
durch Brandmauern, die in gewissen Entfernungen aus 
qeführt sind, brachte in ihren Höfen eine Menge Brun- 
nen an, und errichtete ein eigenes Gebäude zu Feuer- 
spritzen und andern Löschrequisiten. Freunde der In¬ 
dustrie und Kenner des Fabrikwesens finden m dieser 
Fabrik viel Bemerkenswerthes und überall eine tress¬ 
liche, sehr bequeme Einrichtung. Hier davon nur El- 
niqes, um die Leser aufmerksam zu machen, und sie 
de» der eigenen Besichtigung gewisser Maßen zu leiten. 
' Zur Bearbeitung und zum Spinnen der Wolle be¬ 
sitzt die Fabrik Maschinen. Alles zeigt man ohne Be-
        

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