Full text: Linz und seine Umgebungen

wieder einbringen, was ihre Anschaffung mehr kostet. 
Die vorzüglich gut eingerichtete Färberey besteht aus 
hcey Küpen in einem besondern Zimmer, aus 12 Färber- 
kesseln, die sich rings um einen weiten Schornstein be- 
finden, und wovon jeder mittelst eines großen kupfernen 
Reservoirs seine eigene sehr bequeme Wasserleitung hat. | 
Unter den Zwirnmühlen zeichnen sich die seit 1774 er- 
bauten zehn italienischen Filatorien aus, wovon jede 
360 ©pulen hat, und mit Leichtigkeit durch eine Per-! 
son in Umtrieb gesetzt wird, welche sich darin sitzend 
rückwärts bewegt, und dabey noch stricken oder eme 
andere Arbeit verrichten kann. 
Die Fabrik bearbeitet nur inländische Wolle, liefert 
aber, seit die Schafzucht, besonders in Böhmen, so 
sehr veredelt worden ist, feine Waaren, in welchen sie 
sich füglich mit dem Auslande messen kann. Der Ver- 
schleiß derselben verbreitet sich nicht mir über alle Län¬ 
der des österreichischen Kaiserstaates, sondern auch in! 
das Ausland, besonders nach der Türkey, wohin die f 
Teppiche den meisten Abzug haben. Außer in Linz, wo 
die Fabrik seit einiger Zeit auch ausschneiden läßt, hat 
sie eine beständige Niederlage in Wien, auf dem alten 
Fleischmarkte zur weißen Rose Nro. 742. Von Märk- 
ten bezieht sie die zu Grätz, Brünn und Pesth. 
Seit dem Monathe Juny d. I. ist sie sammt dem 
Fundus iustructus, mit den rohen und Kunstprodueten 
zum Verkaufe ausgebothen. 
Ein Hauptzweck der Fabrik war, beständig auf Ver-| 
vollkommnung der Waaren und ihrer Verfertigung hin- 
zuarbeiten. . , , I 
Hierdurch ward sie für das Allgemeine nod) beton- 
ders wohlthätig, weil begreiflich sie mit einem reichen 
Fond und für kaiserliche Rechnung aus Versuche mehr 
verwenden konnte, als das Vermögen eines Privatman- \ 
nes verstattete. Der Hof war, ungeachtet des Besitzes ,
        

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