Full text: Linz und seine Umgebungen

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Norden und Westen befördern. Nach einigen Orten, 
z. B. Salzburg, Innsbruck und weiter nach Italien, 
über Grätz nach Kroatien und Ungarn, über Freystadt 
nach Böhmen, Schlesien und Sachsen kann man sie 
aber zu gewissen Tagen, welche der Postbericht näher 
besagt, aus einem geraden Wege gehen lassen. Die 
Briefpost ist Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmit¬ 
tags von 3 bis 6 Uhr offen, doch werden recomman- 
dirte Briefe nur bis 5 Uhr angenommen. Für Reisende, 
welche aus Ländern zu Hause sind, wo man das Re- 
eommandiren der Briefe nicht kennt, bemerke ich, daß 
sie aus der äußern Seite mit dem Nahmen und der 
Wohnung des Ausgebers bezeichnet werden müssen. 
Diese Briefe zahlen etwas mehr, als die übrigen, und 
man muß dafür noch etwas mehr erlegen, wenn man 
über den Empfang am Orte der Addresse ein Recepisse 
verlangt. Bekanntlich werden auf den österreichischen 
Posten, so wie bey den vormahls Tarischen oder Reichs- 
posten nur diejenigen Briefe eartirt, oder in das Post- 
register getragen, welche recommandirt sind, statt daß 
es in Sachsen und den meisten Ländern des nördlichen 
Deutschlands mit allen Briefen geschieht. Jndeß gehen 
auch von den nicht reeommandirten Briefen sehr selten 
welche verloren, und die dießfalls gemachte^Erfahrung 
veranlaßt Kaufleute und Andere, welche eine ausge- 
breitete Correfpondeuz haben, nur solche Briefe zu re- 
eommandiren, in welchen sich Wechsel oder andere Din- 
ge von größerer Wichtigkeit befinden. Alle Briefpackete 
von weniger als einem Pfunde Gewicht müssen in der 
Regel mit den Briefposten gehen, wogegen schwerere' 
mit allen andern Poststücken dem Postwagen zugehören. 
Die Ankunft und Abfahrt der Eil- und der Courier- 
Wagen, so wie die abgehenden und ankommenden Brief- 
posten erklärt sich durch die beygefügten Tabellen. 
Unter der Menge Bochen, die aus allen Gegenden
        

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