Full text: Linz und seine Umgebungen

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als auf einer Landstraße mit einem Lohnkutscher. Wie 
groß der Transport auf dieser Bahn ist/ wird hier zum 
Beyfpiele angeführt/ daß bey Linz auf den Spazier- 
und Lustfahrten in den Pfingstfeyertagen vorigen Iah- 
res über 2000 Personen, und im Monathe May allein 
44/455 Centner an Salz und andern Gütern verführt 
wurden. Eine Thatsache, welche die Gesellschaft zu der 
schönen Hoffnung berechtigt, daß sich dieses Unterneh- 
men gewiß gut rentiren wird. 
Reisende/ welchen es darum zu thun ist/ ausih- 
ren Wegen die schönsten Gegenden zu sehen, thun wohl/ 
von Linz nach Wien auf der Donau zu fahren/ auf 
welche Art man gewöhnlich die Reise in zwey Tagen 
macht. Bey sehr günstigem Winde und hohem Wasser 
geht sie noch schneller, dauert dagegen bey seichtem Was- 
ser etwas länger. In einer Jahrszeit, wo heftige Winde 
und öftere Nebel sind, ist freylich nicht zu dieser Reise 
zu rathen, weil dann die Schiffer öfters feyern oder an- 
legen müssen, die Reise dadurch sehr verzögert wird, 
und man sich zuweilen genöthigt sieht, an Orten zu 
verweile»/ wo man weder Unterhaltung noch gute Be- 
wirthung findet. 
Wir haben der Donaureisen bereits so manche, 
daß es ein sehr vergebliches Bemühen seyn würde, einen 
Theil derselben, von Linz nach Wien, ausführlicher 
beschreiben zu wollen. Etwas muß ich jedoch darüber 
bemerken, weil Hr. V.Heß, in seinen bekannten Flügen 
durch Deutschland, von einer Donaureise eine Beschrei- 
bung macht, welche leicht jeden Leser davon zurückschre- 
cken könnte, und weil diese Beschreibung in mehrere 
Handbücher sür Reisende übergetragen worden ist, so- 
bald es auch bekannt wurde, daß Herr V.Heß vieles 
falsch sah, wahrscheinlich eben darum, weil er flog, 
was jedoch aus einer Donaureise nicht der Fall seyn 
konnte. Zu läugnen ist es nicht, daß die Donauschiffe
        

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