Full text: Linz und seine Umgebungen

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auf welchem ich mich befand, ohne alle Gefahr durch 
den Heßgang fuhr, welchen Joseph II. rechts über den 
Strudel hat sprengen lassen. 
Auf der Donau von Linz nach Wien zu reisen, fin- 
det man beynahe täglich Gelegenheit. Regelmäßige Or- 
dinär-Schiffe gehen Dinstags und Freytags frut), wenn 
es aber an Ladung mangelt, nur Freytags. Die Un¬ 
kosten sind kaum den fünften Theil so groß, als mit 
dem Postwagen, oder anderer Fuhrgelegenheit. Rei» 
sende, welche ihren eigenen Wagen haben, erhalten für 
weniger Geld, als die Pferde kosten würden, ein Schiff 
für sich allein. 
XIII. 
Gesellschaftliche Unterhaltungen 
und öffentliche Vergnügungen. 
Witter den Vergnügungen der Linzer steht das Theater 
billig voran, theils weil es sich in seiner Art nicht ohne 
Vortheil auszeichnet, theils weil es unter allen Untere 
Haltungen die allgemeinste und beständigste ist. Schon 
seit 55 Jahren hat Linz ein stehendes Theater, und es 
zeigt von großer Neigung dafür, daß es sich in dieser 
nicht großen Stadt erhalten konnte. Der Brand von 
1800 störte es, doch bald erhielt die Stadt ein schöneres. 
Mit einem Aufwände, den man auf 96/000 Gulden 
schätzt, widmeten die Stände von Ober-Oesterreich dem 
öffentlichen Vergnügen ein Gebäude, welches an der 
Promenade aufgeführt wurde, und von außen, wie 
im Innern, so schön und geschmackvoll als bequem ein- 
gerichtet ist. In demselben befindet sich das Theater, 
nach dem Muster des schönsten Theaters in Wien, dem
        

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