Full text: Linz und seine Umgebungen

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fionisten, besonders Webern, Tagelöhnern undWäschern, 
welche für die Stadt arbeiten. Unter den vielen daselbst 
befindlichen Gasthäusern werden einige auch von den 
Städtern besucht, häusiger mehrere Orte, zu welchen 
der Weg durch Urfahr führt, und welche zu den am 
reitzendsten gelegenen unter den nähern Umgebungen 
von Linz gehören. 
Für die Spaziergänge bey Linz hat die Kunst wohl 
nicht gar viel gethan. Alleen hat es, die schon ältere 
bey der Wasser-Caserne und der Fabrik, und die neu 
angelegte an der Landstraße. Allein, ob man schon in 
einer Gegend, wo die Natur so viel leistete, der Kunst 
füglich entbehren kann, dringt sich doch der Wunsch auf, 
daß beyde sich mit einander vereinigen möchten, um 
Reitze hervorzubringen, die dann nicht leicht von einer 
andern Gegend erreicht werden könnten. 
Die nächsten Spaziergänge nach demKaplanhof 
und dem von einem älter» Besitzer genannten Seil er- 
g ü t e l, haben nichts Anziehendes, als daß man durch 
höchst fruchtbare Gefilde wandelt, in der Nähe Hügel, 
in der Ferne Berge, darunter die bis lange in den Som- 
mer hinein mit Schnee bekrönten, steyerischen erblickt. 
Interessanter als beyde Orte ist St. Margarethen, 
sowohl in Hinsicht des Weges als des Aufenthaltes. 
Nach dem Austritte aus einem der nördlichen Thore der 
Stadt wandelt man links die Vorstadt hin, welche sich 
meist an die Felsen des Donauthales lehnt. Eine kleine 
halbe Stunde geht man in diesem romantischen Thale, 
von dessen mannigfaltig wechselnden Reitzen ich schon 
weiter oben sprach. Unter den Felsen, welche es auf 
Heyden Seiten einschließen, sieht man besonders auf dem 
linken Ufer mehrere, welche weit hervorragen oder über- 
hängen, und den Einsturz zu drohen scheinen. Der 
mächtige und belebte Strom, an welchem der Weg hart 
hinläuft, und auf den man auch im Wirthshause selbst
        

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