Full text: Linz und seine Umgebungen

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schloffen, und walzt daher feine rasch laufenden Fluthen 
mit einer solchen Gewalt in die Donau, daß er am 
Ufer ihr Wasser trübt, und es zu einer rückgängigen 
Bewegung nöthigt. Dadurch wird das schöne bläulichte 
Grün der Traun noch mehr gehoben, und in einer be- 
trächtlichen Entfernung, nach ihrer Bereinigung mit 
der Donau, bemerkt man noch den sich immer mehr 
verkleinernden lichtem Streifen, welchen jene bildet. 
Am Ufer der Traun, mit der sich etwas oberhalb etliche 
Nebenarme wieder vereinigen, um gemeinschaftlich der 
Donau zuzufließen, befinden sich viele angenehme Spa- 
ziergänge und liebliche abwechselnde Partien. Die 
Traun ist stark befahren, besonders mit Flößen, welche 
Holz und Kohlen führen, und mit kleinen Schiffen, 
die von Gmunden Salz bringen. Von Gmunden aus 
wird ganz Oesterreich, auch größtentheils Böhmen und 
Mähren, mit Salz versorgt, welches sämmtlich bey 
Zizlau vorbey geht, zum Theil auf der Donau weiter 
abwärts, wo ihm Mauthausen zum Stapelplatze dient. 
Anderes wird hier ausgeladen, um die Donau auf- 
wärts nach Ober-Oesterreich, und von Linz aus zu 
Lande nach Böhmen geführt zu werden. Daß nun 
das Salz und andere Güter auf der Eisenbahn verführt 
werden, ist schon gesagt worden. 
Bon Zizlau sieht man das am jenseitigen Ufer der 
Donau gelegene Steyeregg, doch nur das auf einer An- 
höhe stehende Schloß, weil eine vorliegende Insel die 
Stadt und das ganze linke Ufer verbirgt. Man kann 
sich übersetzen lassen, um von dem Schlosse, welches 
theils noch aus Gebäuden der ältern Zeiten, theils aus 
neuern besteht, der Aussicht auf die umliegende schöne 
und fruchtbare Gegend und die Wasserfläche zu genie- 
ßen, welche hier besonders reich ist. Das aus wenigen 
Häusern bestehende Städtchen biethet nichts Merkwür¬ 
diges dar, und auch das Schloß hat seine vorzüglichste
        

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