Full text: Linz und seine Umgebungen

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machen würde. Die Gänge seines Gehölzes gewähren 
erquickenden Schatten, und das mannigfaltigste Grün 
wechselt in diesen Anlagen, welche sür den Forstkundi- 
gen und Botaniker vornehmlich anziehend sind, weil sie 
alle Arten, auch ausländischer Bäume und Gesträuche 
enthalten, welche im hiesigen Klima fortkommen. Selbst 
zum Studium der Forstbotanik geben sie eine sehr gute 
praktische Anleitung, denn die Bäume sind auf Täfel- 
chen mit ihrem Nahmen bezeichnet. Eine kleine Anhöhe 
nicht fern vom Wirthshaufe gewährt eine weitere Aus- 
ficht, die ich nicht schildere, um nicht durch Wiederhol)- 
lungen lästig zu werden, da man begreiflich von vcr- 
schiedenen Gesichtspunkten dasselbe wieder erblickt, was 
ich bey einigen erwähne, obschon durch den Standpunct 
etwas verändert, auf einer Seite mehr beschränkt, da- 
gegen auf einer andern erweitert, so daß es jedem be- 
sondern Anblicke nicht an eigenen, verschiedenen nüan- 
cirten Reihen mangelt. Mit Worten eine Gegend zu 
mahlen, ist überhaupt eine Aufgabe, deren Lösung sel¬ 
ten gelingt. Ich liefere darum allgemein nur Umrisse, 
um so mehr, da der erste flüchtige Blick auf Linz und 
seine Umgebungen jeden Freund von Naturschönheiten 
auffordern muß, sich an ihrem Anblicke von mehr als 
einer Seite her zu weiden, und sie durch eigene Be- 
schauung dem Gedächtnisse tiefer einzuprägen, als die- 
ses durch die ausführlichste und gelungenste Beschrci- 
bung möglich ist. 
Nach dem Auhof werden viele Spazierfahrten gc- 
macht; ein Fremder, welcher mit seiner Zeit geitzen 
muß, thut aber besser, zu Fuße zu gehen, um den 
Rückweg über Magdalena zu nehmen, einen Hügel 
mit der Pfarrkirche für die umliegenden Ortschaften 
und Güter, und mit wenigen Häusern. Schon auf 
dem Wege nach dem Auhof, wo man diese Anhöhe links 
hat, ladet sie freundlich ein, von ihr herab, die mahleriWe
        

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