Full text: Linz und seine Umgebungen

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er bedeckt war, wodurch die Aussicht sreyer wurde. Von 
den lieblich pittoresken Gegenden gehört sie unter die 
schönsten, welche man sehen kann, und gibt von der 
umliegenden Gegend ein Panorama, welches einer 
Zeichnung würdig wäre, doch nicht nach allen Seiten 
gleiche Ausdehnung hat. Das Erhabenste in dieser 
Partie ist die mächtige Donau mit ihren vielen Inseln. 
Westlich überblickt man sie bis über Eferding, östlich 
verfolgt man ihren Laus bis in die Gegend von Grein, 
in dessen Nähe der Strudel und der Wirbel ist. Süd- 
Oestlich überschaut man die Gegend und die Landstraße 
nach Wien bis nach Amstetten, vier Posten von Linz 
entfernt; etwas mehr südlich sieht man den Sonntags- 
berg. Ganz nach Süden gewendet schweift der Blick 
bis in die Gegend von Steyr und Kremsmünster, des» 
sen mathematischen Thurm man bey Hellem Wetter 
entdeckt. Darüber hinaus verlieren sich die steyermär- 
kischen Gebirge im Horizont. Nördlich wird die Um- 
ficht durch vorliegende Anhöhen auf wenige Stunden 
beschränkt, doch wird man Grammestetten, Helmons» 
edt u. f. w. gewahr. Noch mehr beengt ist sie nord- 
östlich, wo sie von dem Pfennigberg und weiter von 
dem Luftenberg geschlossen wird. Alle Orte und Schlös- 
ser aufzuzählen, welche sich aus diesem erhabenen Punete 
dem Auge darstellen, würde langweilig seyn, und da» 
bey unnütz, weil jeder Beschauer sie in Geleitschaft ei- 
nes guten Führers, oder mit der schon erwähnten klei» 
nen Karte, die Umgebungen von Linz in der 
Hand, besser finden kann, als es ihm die umständlichste 
Beschreibung möglich machen würde. Vorzüglich an- 
ziehend wird diese Anficht noch dadurch, daß man hier 
in einer weiten Ausdehnung überschaut, wie fruchtbar 
Ober-Oesterreich, wie fleißig angebaut es zum größten 
Theile ist. Statt der kahlen Hügel und Berge, die 
man in mehreren von der Natur weniger begünstigten
        

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