Full text: Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen

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ziehuug muss gesagt werden: Die Architektur rahmt den 
Raum scharf und deutlich ab, so dass eine selbstständige 
weitere Umrahmung des neutralen F eldes nicht nothwendig 
erscheint und auch nicht erfolgte. Die figuralen Dar­ 
stellungen selbst suchen den Raum möglichst auszufüllen, 
zunächst so, dass keine grösseren leeren Stellen in den 
neutralen Feldern entstehen und dann auch in der Weise, 
dass die Köpfe an die architektonische Einrahmung hin­ 
anreichen. Die ältere Plastik war weit ängstlicher in dieser 
Fig. 
Beziehung und vermied es, den gegebenen Rahmen zu 
überschreiten, während die vollendete griechische Kunst 
sehr wohl fühlte, wann und wo es gestattet und gut sei, 
sich über die Grenzen des engen Rahmens hinwegzusetzen, 
so sehen wir in den leidenschaftlich bewegten Figuren der 
Metopen des Parthenon je nach Umständen einen Kopf, 
eine Hand oder ein Gewandstück über den Rahmen hinaus- 
90. Metope von der Südseite des Parthenon. London. 
(Kunsth. Bg.)
        

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