Full text: Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen

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*ogehen. (Fig. 90.) Meisterhaft waren 
die Griechen in dem Ausfüllen der an 
und für sich so ungünstigen Form 
des inneren Giebelfeldes, wie dies ins­ 
besondere das noch halb alterthlimliche 
aber einzige, fast vollständig erhaltene 
Tympanon des Athenae-Teinpels zu 
Ägina beweist, wo in der Mitte die 
volle aufgerichtete Gestalt der Göttin 
steht, mit Schild und Speer bewaffnet, 
ruhig dem Kampf der Achäer und Tro­ 
janer zusehend, dann sind rechts und 
links ganz oder halbaufgerichtete 
Krieger kämpfend dargestellt, während 
die beiden spitzen Enden des Dreieckes 
mit liegenden verwundeten Kriegern 
in einfacher, ungezwungener Stellung 
ausgefüllt sind. Ähnliches haben auch 
andere Giebelfelder aufzuweisen, so 
namentlich diejenigen des in neuerer 
Zeit durch die deutschen Ausgrabungen 
an das Licht gezogenen Zeus-Tempels 
zu Olympia. Das westliche Tympanon 
stellt die Schlacht zwischen Lapithen 
und Kentauren vor, während uns das öst­ 
liche die Vorbereitungen zum Kampfe 
zwischen Pelops und Oenomaos bildlich 
vorführt. (Fig. 91.) In der Mitte finden 
wir stehende, an den Enden liegende 
und dazwischen sitzende Gestalten und 
Rosse angeordnet vor und ist dadurch 
die in einem dreieckigen Raum schwierig
        

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