Full text: Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen

dem jetzt im Louvre befindlichen, in dev Nähe von Rom 
ausgegrabenen Aktaeonsarkophag (Fig. 101) die verschie­ 
densten Grössen von Figuren in nächster Nähe aneinander* 
gerückt, es kann dies kein Stilfehler sein, da die Behand­ 
lung eines jeden Gegenstandes für sich zu sprechen hat 
und je bedeutender das unterscheidende Grössenverhältnis 
ist, um so leichter ist es dem Beschauer, die verschiedenen 
Functionen und Handlungen auseinander zu halten, so dass 
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b ig. 101. Die Stirnseite des Aktaeonsarkophages. 
C/a?'ac Alusee. Louvre. (Nach A. Haumeister.) 
sich vielmehr wird folgender Grundsatz aufstellen lassen: 
Kommen an ein und demselben Objecte verschiedene fiyurale 
Darstellungen vor, die zu einander in keinem, unmittelbaren 
Zusammenhänge stehen, so erscheint es geboten, in den 
Grössenverhältnissen eine gewisse Entschiedenheit eintreten 
zu lassen, da gleich grosse Figuren leicht zu Verwechslungen 
und Unklarheiten führen würden.
        

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