Full text: Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen

Füssen liegt sehr häufig ein Hund, als Symbol der Treue 
oder ein Löwe als Symbol der Stärke. 
Thierisehe Gebilde, die allmählich in vegetabilisches 
Ornament übergehen, kommen im romanischen Stile, neutrale 
Felder schmückend, namentlich an nordischen Bauten ziemlich 
häufig vor, meist sind es bandartige Verschlingungen mit 
scheusslichen Ungeheuern; in Deutschland und Frankreich 
ändert sich der Charakter, das Ptianzenwerk wird plastischer 
und nähert sich der Natur etwas mehr an (Fig. 116). 
In der romanischen Kleinkunst wurde das animalische 
Element sehr gerne angewendet und spielt namentlich die ganze 
menschliche Figur die hervorragendste Rolle; charakteristisch 
für diesen Stil ist der Umstand, dass sie am häutigsten für 
sich allein vorkommt, zumeist mehrere Figuren zu gleicher 
Zeit in einfachen Umrahmungen oder sehr oft in streng 
Fig. 116. Romanisches Füllungsornament. 
(Nach Ornamentenschatz.)
        

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