Full text: Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen

Babylon, Assyrien und Persien. 
Über den gesammten Aufbau der architektonischen 
Denkmale dieser innerasiatischen Völker sind wir leider nicht 
genügend unterrichtet, die Reste dieser höchst umfang­ 
reichen Bauten sind heute nicht viel mehr als formlose 
Trümmerhaufen. Der Grund liegt wesentlich in dem ver­ 
gänglichen Materiale, das dieselben zu ihren Bauten ver­ 
wendeten und welches namentlich aus gebrannten und 
ungebrannten Ziegeln und Holz bestand. Dennoch fand man 
in diesen meist unförmlichen Schutthügeln ziemlich zahl­ 
reiche Objecte aus Marmor und Alabaster, die es dennoch 
ermöglichen, uns ein beiläufiges Bild des Kunstschaffens 
dieser Völker zu bilden. 
In vielen Reliefdarstellnngen sehen wir Möbel ab­ 
gebildet, die Füsse derselben werden häufig durch Thier­ 
beine hergestellt, wie wir dies in Ägypten gesehen haben, 
ebenso werden in ganz analoger Weise Endigungen nach 
oben, durch Anordnung von Thier- oder Menschenköpfen 
charakterisiert. Sehr bezeichnend für die naive Anschauung dieser 
Völker ist der Umstand, dass sie mit besonderer Vorliebe 
den Thierrückeyi namentlich dort verwendeten, wo das Tragen 
einer Last angedeutet werden sollte, dies thaten sie offenbar
        

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