Full text: Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen

ebenfalls mit dem des Gesanges und Spieles in so hervor­ 
ragender Weise begabten Gotte jedenfalls in näherem 
tendenziösen Zusammenhange. 
Diese der Phantasie des Künstlers entsprungenen 
Gebilde der Thierwelt, welche aus Theilen verschiedener 
Thierarten zusammengesetzt erscheinen, nennt man Chimären, 
Fig. 34. Miss einer römischen Wärmepfanne aus Pompeji. 
(Nach einer Aufnahme des Verfassers.) 
es ist dies die Verallgemeinerung eines mythischen Thieres 
griechischen Ursprungs, Chimära genannt, bestehend aus 
einem Löwenkörper, aus dessen Rücken ein Ziegenkopf 
herauswächst, während sein Schweif sich in eine Schlange 
verwandelt zu haben scheint. (Fig. 35.) 
Diese chimärischen Gebilde haben namentlich in der 
römischen Kleinkunst eine ausgebreitete Anwendung ge-
        

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