Full text: Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen

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funden, und das mit gutem Grunde, denn sie eignen sich 
sehr wohl dazu, structive Functionen spielend anzudeuten 
und hat der schaffende Künstler vollkommen freien Spielraum, 
beliebige Theile von Thieren, die er zu seiner Symbolik 
braucht, zu einem phantastischen Ganzen zu vereinigen, 
während die Zusammenstellung von Thiertheilen, so wie 
sie die Natur in der That combiniert, stets etwas Bedenk­ 
liches hat, da sie auf den Beschauer mehr oder weniger 
den Eindruck des Lebendigen und Beweglichen machen 
werden, was sich zumeist nicht mit der Stilisierung des 
Gegenstandes verträgt. 
Mit der structiven Aufgabe nehmen es die chimä­ 
rischen Gestalten in der römischen Kleinkunst nicht sehr 
strenge, häufig sind es Anhängsel, die mit dem Thiere 
gar nchits zu thun haben, welche die eigentliche Function 
Fig. 35. Chimära. Florenz. 
(Kun stli. I3g.)
        

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