— 5 — durch die Hügel bey Ebelsberg beschränkt, doch ragen die Thurmspitzen des hochliegenden Stiftes St. Florian darüber hervor. Den Blick nach vollem Süden und Westen verhindern vorliegende Anhöhen; wenig Schritte vom Hause öffnen sie sich aber , und hier erblickt man die doppelte Kette der oberösterreichischen und steyerischen Gränzgebirge, die man bey Kremsmünster deutlicher sieht/ wo ich ihrer auch etwas näher erwähnen werde. Alle diese Ansichten befinden sich innerhalb des Gebie- thes der Stadt; merkwürdige entferntere werde ich an ihrem Orte berühren. II. Einige geschichtliche Notizen. Ä^eltere Geschicht- und Erdbeschreiber nehmen ziemlich allgemein an, Linz sey aus dem Schutte des alten Len- tiuni hervorgegangen, dieser im Norieum, dem heuti- gen Oberösterreich, von den Römern angelegten Stadt, welche von den Hunnen oder Avaren zerstört wurde. Hier ist nicht der Ort zu weitläufigen historischen Unter- suchungen, daher ich nur bemerke, daß jene Angabe noch nicht hat erwiesen werden können, und daß sich selbst der Wahrscheinlichkeit durch Combinationen nicht näher kommen läßt. Scheint auch die Aehnlichkeit der Nah- men Linz und Lentium für den römischen Ursprung der Stadt zu sprechen: so spricht stärker dagegen, daß man in der Stadt und deren Nähe keine Alterthümer findet, welche jenen Ursprung bewährten. Auch in den nächsten Zeiten nach den Römern ist die Geschichte von Linz dunkel, ein Schicksal, welches es mit beynahe allen alten Städten theilt. Man weiß nur, daß es der Sitz