— 21 — schen Kaiser und im Casino gegeben wird. Der Kaffch- Häuser sind drey: am Hofberge, an der Landstraße und in der Theatergasse. Besondere Bierhäuser oder Wein- keller findet man in Linz nicht. In den Wirthshäusern besorgt man auch für jeden Fremden, welcher ihrer be- darf, Tragsessel oder Fiaker. Letztere, deren man in Linz oft benöthigt ist, halten, wie in großen Städten, auf öffentlichen Plätzen, mehrere Lohnkutscher sind auch immer bereit, zu jeder Stunde einzuspannen, und nähere oder weitere Fahrten zu übernehmen. Liebhaber des Badens finden in 6 Badhäusern an der obern Wänd in der Nähe der Donau Gelegen- heit dazu. Noch besteht abwärts der Donau bey dem sogenannten Fischer im Gries unter obrigkeitlicher Auf- ficht eine öffentliche Bad- und Schwimmanstalt, so wie zur besonderen Bequemlichkeit und Sicherheit ein gut eingerichtetes Badhaus, worin man nach Belieben kalt oder warm baden kann. VII. Bisthum — Religionszustand. §8>ormahls stand Linz unter dem Bisthum Passau; Joseph II., welcher seine Länder der Gerichtsbarkeit fremder Geistlichen entzog, errichtete 1784 ein eigenes Bisthum, welchem er ein Domcapitel und Consisto» rium zugesellte. Das erste besteht aus dem Domprop- ste, dem Dechant, Scholastieus und sechs Domherren, welche entweder zugleich Pfarrer in der Stadt, oder Examinatoren im Schulfache sind, das andere aus den- selben Mitgliedern, verschiedenen Pfarrern der Land- städte und einigen Kanzelleyverwandten.