— 133 — es zu wünschen, daß mehrere Personen sich aus den Sei- denbau verlegten, besonders weil er solchen, die zu an- derem Erwerbe nicht geschickt sind, einigen Unterhalt gewährt, wie auch andern, die sich lieber m ihrer eige- nen Wohnung zu beschäftigen wünschen. Unter mehreren Gasthöfen der Stadt ist der am Platze gelegene schwarze Adler einer der vorzüglichsten. Wels hat seit einem Jahre durch die Eisenbahn sehr viel an Lebhaftigkeit gewonnen. «) Gmuvden und das Salzkammergut. Die Reise in das Salzkammergut ist unter allen, welche man in Ober-Oesterreich machen kann, bcy wei- tem die interessanteste. Nicht nur, daß sie sür die Tech- nologie viel Merkwürdiges darbiethet, ficht, man sich auch, nach einem Wege durch flaches Land, in wem- gen Stunden in Gegenden versetzt, welche nicht etwa mit schweizerischen bloß verglichen werden, nein — mit den erhabenen Partien derselben sogar wetteifern. Der Weg^ nach Gmunden führt über Wels und Lambach, einem drev Posten von Linz entfernten Markt- flecken, welcher in den Kriegen 1805 und 1809 viel litt, sich aber allmählich wieder von seinem Verluste er- höhlt. Das Gebäude des Benedietinerstistes, welchem « gehört, präsentirt sich vorzüglich gut nach der Traun zu, die nicht ferne davon vorbeyfließt. Kommt man in Lambach aus der Eisenbahn an, so hat man von dem neuen Regie-Gebäude der Eisenbahn - Gesellschaft auf das gerade gegenüber liegende Stift und den Markt einen schönen Prospeet. Will sich jemand, che er sein« Reise nach Gmunden auf der Eisenbahn fortsetzt, oder Lambach besuchen will, durch Speise und Trank re- stauriren, so kann dieß bey dem Traeteur in diesem Gebäude nach Wunsche geschehen. Der kurze Weg nach