aHr ste wie solche bey dem k. Ober-Postamte zu Linz nach den dermahligen Bestimmungen abgehen und ankommen. Abgehende Fahr-Posten. » | Ankommende Fahr-Posten. i Gattung der Wagen. Abfahrt von hier nach Provinzen, Länder und Städte, I! Gattung welche mit diesem der Wagen in Fahrt-Verbindung stehm. | Wagen. J Ii Ankunft von dort allhier. Tag. Stunde. J Tag. Stunde. Courier oder Brief-Eilwagen Montag Dinstag Mittwoch Donnerstag Freytag Samstag Sonntag 6 Uhr Früh Wien Ueber Wien nach und aus Ungarn, Steyermark, Dalmatien, Türkey, Mähren, Schlesien, Galizien, Pohlen, I Ostpreußen und Rußland. Courier oder i Montag Dinstag Mittwoch Donnerstag Freytag Samstag Sonntag 5% Uhr Abends Dinstag Freytag Sonntag 7 Uhr Abends Innsbruck .! Ueber Innsbruck uach und aus Tyrol, Italien, Schweiz, Frankreich, England, Spanien, Portugal und Afrika. Brief-Eilwagen Montag Mittwoch Freytag 3 Vi Uhr Früh Mittwoch 7 Uhr Abends Salzburg Ueber Salzburg nach und aus Tyrol, Steyermark, Illyrien und Bayern. Samstag 3 % Uhr Früh Personen - Eil- fahrt Montag Dinstag * Mittwoch Donnerstag * Freytag * Samstag Sonntag * 8 Uhr Früh 3 „ Abends 8 ,, Früh 3 „ Abends 3 ,, „ 8 „ Früh 3 „ Abends Wien Salzburg Ueber Wien nach und aus Ungarn, Steyermark, Dalmatien, Mähren, Schlesien, Galizien, Pohlen, Ostpreußen, Rußland und Türkey. Personen - Cil- fahrt Montag * Dinstag * Mittwoch * Donnerstag Freytag * Samstag Sonntag 5 V-Uhr Früh Montag 5 Uhr Früh Ueber Salzburg uach und aus Tyrol, Steyermark, Illyrien und Bayern. Dinstag auf Mittwoch 12 V.. Uhr Früh ! Cilwagen Donnerstag 7 Uhr Abends Braunau Ueber Braunau nach und aus Bayern, Würtemberg, Baden, Rheinland und Niederlanden. Cilwagen Samstag 4 V« Uhr Früh Samstag 7 Uhr Abends Passau Ueber Passau uach uud aus Bayern, Würtemberg, Baden, den Rheinlanden, Belgien, Hessen und Frankfurt. Moutag 2 Uhr Früh Postwagen Mittwoch Samstag 11 Uhr Mittags Steyr Nach uud von Steyr. Postwagen Diusrag Freytag 11 Uhr Mittags Packwagen Freytag Freytag Sonntag 6 Uhr Früh 9 „ Abends 11 „ Mittags Wien Ueber Wien nach und aus Ungarn, Steyermark, Dalmatien, Türkey, Mähreu, Schlesien, Galizien, Pohlen, Ostpreußen und Rußland. Montag ! Mittwoch ! Freytag 4 Uhr Früh 9 — Abends Freytag 11 Uhr Nachts Innsbruck Ueber Innsbruck nach und aus Tyrol, Italien, Schweiz, Frankreich, England, Spanien, Portugal uUd Afrika. Packpagen Freytag 6 Uhr Abends Mittwoch 6 Uhr Früh Braunau Ueber Braunau nach und aus Bayern, Würtemberg, Baden, Rheinland und Niederlanden. Sonntag 9 Uhr Früh Montag 6 Uhr Früh Passau Ueber Passau nach und aus Bayern, Würtemberg, Baden, den Rheinlanden, Belgien, Hessen und Frankfurt. Freytaq 4 Uhr Fräh Mattewagen Montag ijftifWiiES | 6 Uhr Früh Prag Ueber Prag nach und aus Böhmen, Sachsen, Preußen, Hamburg, Bremen, Lübeck, Hannover, Hessenkassel und Braun schweig. t Malletvagen Sonntag Fretttag ^ 3 Uhr Früh J A n m e Die mit * bezeichnete!: Eilfahrten werden nur Während des Sommers unterhalten. Mit dem Briefpost-Eilwageu werden nur 3 Reisende nebft allen Geldbriefen md Packeteu bis zum Gewichte von 3 Pfund befördert; letz- tere Sendungen dürfen jedoch keiner Zollamts - Handlung unterliegen, da sie dann mit dem Brankardwagen gesendet werden; müssen aber ohne Ausuayme wie bey dem Brankardwagen mit einer beygelegten zweyten Address? versehen seyn. Eben so wie bey dem Brief-Eilwagen werden mit dem Eilwagen nach Braunau und Passau beschwerte Briefe und Sendungen bis 3 Pfund versendet; und für diese zwey Fahrten die Neiseuden unbedingt aufgenommen» Mir den Personen - Eilfahrten werden nur die Reisenden allein mit ihrem Gepäcke, wenn solches in Felleisen oder ledernen Koffers ver- packt ist, befördert; übrigens alle von Holz bestehenden Koffers und Kistengepäcke mit vem Brankarpwagen gegen Entrichtung des ganzen tanffmäßlgen Porto versendet. Mit den Mallewagen werden alle Brief« und Fracht-Sendungen, wenn letztere nicht zu voluminös sind, de- fördert, und drey Reisende, jedoch bedingt, aufgenommen, denen 30 Pfund Gepäcke frey mitzunehmen gestattet ist. Für Reilende. 1. Für den Eilwagen hat man sich wenigstens eine Stunde vor der^Abf^vt^räiwtiren^ fassen, mnv dei^Hanzen Betrag zu erlegen. — 2. Jeder Reisende wird unbedingt zur Beförderung aufgenommen; sollte derselbe jedoch in dem allhier einlangenden Wagen keinen Platz finden, so wird solcher mittelst einer Bey- oder Post-Kalesche welter befördert, ohne dafür einen höheren Betrag erle- gen zu dürfen. Es versteht sich demnach von selbst, daß den weiterher einlangenden Passagieren Hinsichtlich der Plätze der Vorzug gebühre. — 3. Reisende, welche sich, jedoch nur innerhalb der Gränzen der Monarchie, uud auf denjenigen Routen, auf welchen Eilwagens-Course beste- Heu, eines Separatwagens bedienen wollen, haben sich dießfalls wenigstens eine Halbe Stunde vor der zur Abfahrt bestimmten Zeit zu mel- den. Sollte aber keine Aerarial-Kalesche vorhanden seyn, so kann keine Bestellung auf eine Separat-Fahrt angenommen werden. 4- Da von Seite der Anstalt fahrende? Posten zu Gunsten der Reisenden die Vorkehrung getroffen wurde, daß auf den Speise - Stationen in be- stimmten Gasthausern das Essen zn festgetzten Preisen bey Anknnft des Eilwagens schon bereit steht, so haben sich die Reisenden, in so fern selbe nicht gleich bey der Aufschreibung zur Reise erklären, daß sie von dieser Verfügung keinen Gebrauch machen können oder wollen, in diese r k u n Z. mit der Beförderung des Eilwagens im Einklänge stehende Maßregel zu fügen. — 5. Uebrigcns werden tue Reisenden auf dle Vorschriften Hiugewieseu, welche iu dem gedruckten Vormerkscheiue, den jeder Reisende bey der Aufschreibuug zur Relse erhalt, enthalten sind. Für Versender uud Empfänger. 1. Die k. k. Fahrpost-Anstalt haftet für die zur Versendung übergebeueu Gelder undWaa- ren für den Fall, als solche durch die Schuld irgend eines Postbeamten in Verlust geratheu, oder der Inhalt der Frachtstücke durch eiue auf dem Postwagen geschehene Verlegung von außen beschädiget wird. — 2. Die mit dem k. k. Postwagen emlangenden Sendungen werden, sowohl mit Geld beschwerte Briefe, als Packete und übrige Frachtstücke, gleich uach ihrer Emlangung von Empfänger (Adressaten) vermög Adresse bestellt. - 3. Sendungen, welaie zur mantHamtllcken Befchan angewiesen werden, müssen von der betreffenden Partey entweder selbst bey dem k. k. Manth-Oberamte abgehohlt werden. — 4. Dle k. k. Postivagens - Äbgabs - .,?eceplssen müssen von dem Empfänger der Sendung eigenhändig mit Vor- und Zunahmen, wie auch der Stand oder Parteyen auch die Wohnung oder Hans-Nummer beygefügt werden. Dle zur Behebung irgend einer Onduttg ^evollmachtlt.len aler müs¬ sen mit einer zu diesem Zwecke von dem Empfänger (Addressaten) eigenhändig ausgestellten lchnftltchen, gesiegelten Allmacht vcrseben seyu. 5. Sendungen, welche binnen 2 Monathen nach der Einlangung ulcht an den Addressaten gebracht wnden können, Ort wieder zurückgesendet- — 6. Sendungen, welche beschädigt einlangen, hat der Empfanger soglelch beym^ezug derselben i»u beanstandl- qen. — 7. Eben so ist ein allfälliger Abgang an Geld bey einem beschwerten Briefe sogleich beim Bezug des Brieses, welcher l» Gegenwart des Briefträgers ohne Verletzung des Siegels geöffnet werden mnß, demselben zu melden; später kann kein Anspruch' auf ^r.atz gelteud ge¬ macht werden. Zur Versendung mittelst der k. k. Fahrpost werden mit Ausnahme derjenigen Gegenstände, welche durch Reibung und Lufrzudrang sich entzünden können, alle Sendungen aufgenommen; Sendungen, welche nicht zweckmäßig emballirc und verpackt Mt, werveu nur auf Gefahr des Versenders übernommen. Die Aufgabszeit für Fahrpost-Sendnngen ist täglich, ohne Nnckficht, ob dieselben noch mit nahmlichen, oder an einem anderen Tage abgeschickt werden können, von 9 bis 12 Uhr Vormittag, und voll 3 bis 5 Uhr Nachmittag. k. £\. Ober - Postverwaltung, 5m? i»37